SAMMLUNG GOETZ

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Aschemünder
10.04.–04.09.2011 | Sammlung Goetz im Haus der Kunst, München

Die Ausstellung Aschemünder bildet den Auftakt einer Kooperation zwischen Sammlung Goetz und Haus der Kunst. In den 13 kabinettartigen Räumen des Luftschutzkellers im Haus der Kunst werden bis 2014 in halbjährlichem Wechsel eine Auswahl aus der Film- und Medienkunst der Sammlung Goetz gezeigt.
Als erste Präsentation greift Aschemünder das von den Räumen vorgegebene Thema auf: Die ausgewählten Filme beschäftigen sich mit Kriegserlebnissen und Kriegsfolgen, reflektiert sowohl aus der Sicht des Militärs als auch aus der Sicht einzelner Überlebender der Zivilbevölkerung.

Die Werkauswahl zeigt keine klare Unterteilung in Filme über Täter auf der einen und Filme über Opfer auf der anderen Seite. Mehrere der Filme zeigen Überlebende, deren Gesichter von ihren Erlebnissen oder Taten gezeichnet sind, so beispielsweise in Juan Manuel Echavarrías Bocas de Ceniza: die Protagonisten schildern ihre Erinnerung an ein Massaker an der kolumbianischen Bevölkerung in selbst komponierten Sprechgesängen. In Anri Salas Arbeit Nocturnes verbringt ein ehemaliger Heckenschütze die Nächte mit Kriegsspielen vor der Playstation – schlaflos, weil vor seinem inneren Auge immer wieder das Gesicht seines ersten Opfers erscheint. In In stillen Teichen lauern Krokodile von Marcel Odenbach versuchen Dorfbewohner in Ruanda nach dem Massaker der Hutu an den Tutsi, ihr Leben als Farmer wieder aufzunehmen.
In den Filmen von Mona Hatoum und Tracey Moffatt ist Krieg und Entwurzelung der traumatische Hintergrund des familiären Alltags. Beide Filme tragen autobiografische Züge, und in beiden spielt die Bindung zur Mutter eine zentrale Rolle.
Im Zentrum der Arbeiten von William Kentridge, David Claerbout und Hans Op de Beeck stehen die Auswirkungen von Krieg und Zerstörung auf die Landschaft.
Óscar Muñoz und Sam Taylor-Wood setzen mit ihren Arbeiten Biografías und Still Life Zeichen allgemeiner Vergänglichkeit.

Ausgestellte Werke:
Hans Op de Beeck, Loss (the sculptural video installation), 2004
David Claerbout, Vietnam, 1967, near Duc Pho (reconstruction after Hiromichi Mine), 2001
Willie Doherty, They´re All the Same, 1991
Juan Manuel Echavarría, Bocas de Ceniza, 2003
Harun Farocki, Immersion, 2009
Omer Fast, A Tank Translated, 2002
Mona Hatoum, Measures of Distance, 1988
Sven Johne, Tears of the Eyewitness, 2009
William Kentridge, Tide Table, 2003/04
Tracey Moffatt, Night Cries, 1989
Óscar Muñoz, Biografías, 2002
Marcel Odenbach, In stillen Teichen lauern Krokodile, 2002–04
Anri Sala, Nocturnes, 1999
Sam Talor-Wood, Still Life, 2001
Zhou Hongxiang, The Red Flag Flies, 2002