SAMMLUNG GOETZ
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Bitte beachten Sie, dass vom 06. April bis einschließlich 28. Mai 2012 die Sammlung Goetz wegen Ausstellungswechsel geschlossen ist.
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jedoch nur nach TELEFONISCHER VEREINBARUNG:
Montag bis Freitag 14 - 18 Uhr
Samstag 11 - 16 Uhr
Sonntags und an Feiertagen geschlossen
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Valentina Baldauf M.A.
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Christiane Breul
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Daniel Becker
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Alexander Kammerhoff
Museums- und Ausstellungstechnik
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Straßenbahn Nr. 17/18, Bus Nr. 54 bis "Herkomerplatz". Ab "Herkomerplatz" mit Bus Nr. 188 (Richtung Unterföhring, Fichtenstraße) bis Haltestelle "Bürgerpark Oberföhring".
Individuelle Fahrplanauskunft:
http://www.mvv-muenchen.de/de/home/index.html
"Neben einer formal überzeugenden Konzeption war und ist mir immer ein soziales und gesellschaftliches Engagement der bildenden Kunst sehr wichtig. Kunst, die sich auch mit ihren Mitteln einmischt, fasziniert mich." Ingvild Goetz
Das, was heute die Sammlung Goetz auszeichnet als eine der weltweit bedeutenden Sammlungen von zeitgenössischer Kunst seit Mitte der 1980er Jahre, mit einem eigenen Ausstellungshaus, in dem in Wechselausstellungen Kunstwerke aus der Sammlung präsentiert werden und einer Organisationsstruktur, die mit Besucherbetreuung, eigenen Publikationen, Bibliothek, Kunstlagern, Leihverkehr und Restaurierung museale Dimensionen angenommen hat, geht auf die Initiative und Leidenschaft der Sammlerin Ingvild Goetz zurück. Sie ist die treibende Kraft hinter den vielfältigen Aktivitäten der Sammlung.
Mit der Gründung des Grafikverlags edition art in progress in Konstanz, der von 1969 bis 1972 betrieben wurde, begann Ingvild Goetz ihr Engagement für die bildende Kunst. 1972 entstand in Zürich aus dem Grafikverlag die Galerie art in progress. Das zur Eröffnung am 14. Januar 1972 organisierte Happening von Wolf Vostell führte jedoch zum Entzug der Arbeitsgenehmigung für die Schweiz und dem Umzug der Galerie nach München. 1975 wurde eine Filiale von art in progress in Düsseldorf eröffnet. 1984 entschied Ingvild Goetz, die Galerie zu schließen und sich auf das Sammeln zu konzentrieren. Kunstwerke, die schon während der Zeit als Galeristin erworben worden waren, bildeten den Grundstock für die Sammlungstätigkeit der ersten Jahre, die mit der Suche und Recherche nach Werken der Künstler der Arte Povera angefüllt waren. Parallel dazu entwickelte Ingvild Goetz in dieser Zeit ihre Sammlungsstrategie, die sie bis heute weiter verfolgt und die auf zwei konzeptuellen Säulen beruht. Da ist einmal die Konzentration auf die jeweilige Gegenwart, auf eine junge Generation von Künstlerinnen und Künstlern und zum Anderen das Weiterverfolgen und Vervollständigen der einmal in der Sammlung präsenten Künstlerinnen und Künstler.
Zu Ende der 1980er Jahre entstand der Wunsch, Kunstwerke aus der eigenen Sammlung, die zu diesem Zeitpunkt zusammen mit Arbeiten auf Papier und Grafikmappen etwa an die 300 Werke umfasste, in einem privaten Rahmen aber doch museal präsentieren zu können. Als Glücksgriff erwies sich die Entscheidung 1989, die damals nur in Fachkreisen bekannten Jacques Herzog und Pierre de Meuron mit der Konzeption des Hauses zu beauftragen, das auch für die beiden Architekten den ersten Museumsbau darstellte und 1993 eröffnet wurde. Das Gebäude wurde ein Kleinod für die Präsentation moderner Kunst und ist durch seine abgestimmten räumlichen Dimensionen ideal für eine sehr persönliche Begegnung mit der Kunst. Obwohl das Sammlerhaus nie für die Öffentlichkeit geplant worden war, erkannte Ingvild Goetz sehr schnell die große Chance, hier Teile ihrer immer größer werdenden Sammlung dem Publikum vorstellen zu können. Gerade weil ihr bewusst wurde, dass Sammeln aktueller Kunst die Verpflichtung beinhaltet, den Werken ein öffentliches Forum zu ermöglichen, damit sie ihre ästhetische Kraft und gesellschaftliche Bedeutung entfalten können. Das eigentlich private Sammlerhaus wurde so für Besucher nach telefonischer Vereinbarung geöffnet und mit den ersten Ausstellungen schnell zu einem Anziehungspunkt für Architekten, Architekturstudenten, Künstler, Kuratoren und Galeristen und vor allem kunstinteressierte Besucher.
Mehrere Dutzend Ausstellungen hat Ingvild Goetz inzwischen in enger Zusammenarbeit seit 1993 mit Künstlerinnen und Künstlern und ihrem Team im zweimaligen jährlichen Wechsel für das Sammlungsgebäude aus den Beständen konzipiert. Hinzu kommen viele Ausstellungen, die in Kooperation mit anderen Instituten und Kuratoren entwickelt und realisiert wurden. Früh erkannte die Sammlerin die wachsende Bedeutung von Film und Video in der bildenden Kunst. 2004 wurde die Ausstellungsfläche um einen Bereich für die Präsentation von Medienarbeiten annähernd verdoppelt und die Sammlungstätigkeit für Film und Video verstärkt. Trotz des enormen Zeitaufwands beim Sichten der ‚time-based-media works’ hat Ingvild Goetz den Film- und Videobestand der Sammlung mit über 500 Werken inzwischen zu einer der wichtigsten Sammlungsbestände weltweit ausgebaut.
Mit ihrer langjährigen Sammlungstätigkeit hat sich Ingvild Goetz zu einer wirklichen Expertin der zeitgenössischen Kunst entwickelt. Gut 5000 Werke sind in der Sammlung vertreten. Jeder Ankauf ist das Ergebnis eines Entscheidungsprozesses, auch spontan oder mit dem Herzen, aber immer im Vergleich und in Abwägung zu anderen Werken der Künstlerin oder des Künstlers. Die daraus resultierende umfassende Kenntnis und das Engagement für die Kunst der Gegenwart haben ihr auch öffentliche Anerkennungen gebracht. Ingvild Goetz erhielt 2001 den Art Cologne Preis und für besondere Verdienste gegenüber der Stadt München den Kulturpreis München Leuchtet. 2007 wurde sie mit dem Montblanc de la Culture Arts Patronage Award als herausragende Persönlichkeit der Kunstwelt geehrt. Seit Juni 2011 ist sie Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Im November 2011 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Rainald Schumacher
Die Sammlung Goetz ist eine private Sammlung zeitgenössischer Kunst in München, die mit einem von Herzog & de Meuron entworfenen und 1993 fertiggestellten Museumgebäude über eigene Ausstellungsräume verfügt. Die Sammlung entwickelte sich ab Mitte der 1980er Jahre mit einer strukturierten Sammlungstätigkeit und konzentriert sich seither auf die Kunst der jeweiligen Gegenwart und eine junge Generation. Aktiv und kritisch wird das globale Kunstgeschehen verfolgt und die Sammlung kontinuierlich mit großer Liebe zur Kunst um neue künstlerische Positionen erweitert. Parallel zu dieser Konzentration auf die jeweils aktuelle Kunst werden die Werkgruppen bereits in der Sammlung vertretener Künstlerinnen und Künstler ergänzt und weiter vervollständigt.
Die Sammlung Goetz fördert die mediale Vielfalt der heutigen künstlerischen Ausdrucksformen. Neben Zeichnungen, Grafiken, Gemälden, Fotografien und raumbezogenen Installationen liegt ein Schwerpunkt auf ‚time-based-media’ Arbeiten wie Video, Film und Mehrfach-Projektionen.
Um Medienarbeiten auch innerhalb des eigenen Museums, das über eine klassische Oberlichtsituation verfügt, angemessen präsentieren zu können, wurde die Ausstellungsfläche des Gebäudes 2002 zunächst um einen Raum zur Vorführung von Filmen und Videos, die Filmbox, erweitert und dann 2004 durch einen multifunktionalen Bereich ohne Tageslicht mit aufwändiger Vorführtechnik, BASE103, annähernd verdoppelt. Ausstellungen, die nur in einem der Bereiche stattfinden, werden in unserem Archiv dementsprechend angegeben.
Die Sammlung Goetz ist sich der Bedeutung der angemessenen Lagerung, der sorgsamen Restaurierung und des Erhalts der Kunstwerke für zukünftige Generationen bewusst. Eigene Lagerräume für die unterschiedlichen klimatischen Rahmenbedingung der verschieden Medien und ständige Begutachtung des Zustands der Werke durch Restauratoren und Konservatoren werden dieser Aufgabe gerecht. Auf die Lagerung und langfristige Sicherung der Daten der Medienarbeiten auf Film, Betacam und Festplatten wird ein wichtiges Augenmerk in der Sammlung Goetz gelegt. Internationale Diskussionen und Ansätze zur Verbesserung der Lagerung und Konservierung werden aufmerksam verfolgt.
Diese sorgfältige Betreuung der Kunstwerke bildet die Voraussetzung, auch der Verpflichtung, Kunstwerke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, mit einem intensiven Leihverkehr entsprechen zu können. Schriftliche Anfragen zu Leihgaben werden sorgfältig nach konservatorischen Gesichtspunkten überprüft und kurzfristig entschieden.
Großen Wert legt die Sammlung Goetz auf die kunsthistorische Recherche über Künstlerinnen und Künstler und die Dokumentation der Kunstwerke in der Sammlung. Das digitale Archiv der Sammlung verfolgt die Ausstellungsgeschichte und vervollständigt das Abbildungsverzeichnis für die Kunstwerke. Eine intensive Korrespondenz mit Künstlern und Galeristen aktualisiert die Kenntnisse über technische Details zu den Kunstwerken und gewährleistet die Sicherung der oft komplexen Aufbauanleitungen.
Von Anfang an flankierte der Aufbau einer Bibliothek die Sammlungstätigkeit. Der Bestand umfasst Künstlermonografien zu allen in der Sammlung vertretenen Künstlern, eine Auswahl von internationalen Ausstellungs- und Gruppenkatalogen, bei denen die Künstler beteiligt waren, Bestandskataloge von bedeutenden Museen, Galerien und anderen privaten Sammlungen. Diese Präsenzbibliothek steht für wissenschaftliche Forschungen auf Anfrage zu Verfügung.
Im Museum der Sammlung werden in der Regel zweimal im Jahr aus den Beständen Wechselausstellungen realisiert, die nach telefonischer Voranmeldung besucht werden können. Häufig sind dies monografische Werkübersichten, die in kreativer Zusammenarbeit mit den Künstlern konzipiert werden. Alle Ausstellungen werden von Publikationen begleitet und von der eigenen Presseabteilung betreut. Die Sammlung Goetz bietet regelmäßig Führungen durch die Ausstellungen an. Die Termine sind telefonisch zu erfragen oder werden über den Newsletter der Sammlung veröffentlicht. Darüber hinaus informiert der Newsletter auch über die Kooperationen der Sammlung Goetz mit Institutionen weltweit, die Teile der umfangreichen Bestände in thematischen Ausstellungen oder Einzelausstellung präsentieren.
Die Sammlung Goetz möchte die Eigenständigkeit und souveräne Unabhängigkeit der Kunst stärken. Sie möchte ihre kreative Kraft und ihre Fähigkeit unterstützen, uns die Welt in bisher nicht geahnter Weise zu zeigen. Diesem Plädoyer für die Offenheit unserer Wahrnehmung und die beständige Korrektur unseres Denkens und unserer Ansichten fühlt sich die Sammlung Goetz verpflichtet.
Sarah Douglas: Ingvild Goetz, in: Flash Art, Bd. XXXVIII, Nr. 242, Mai-Juni, 2005, S. 91f.
Katharina Hegewisch: Neu in München: Die Sammlung Goetz. Stilles Wunder, Die Zeit, Nr. 11 12.03.1993
Die Sammlung Goetz hat mit ihrer Sammlungstätigkeit seit Mitte der 1980er Jahre mit Kunstwerken von einigen Hundert Künstlerinnen und Künstlern ein Volumen angenommen, das sich nicht mehr in einer kurzen Übersicht vermitteln lässt. Der Bestand mehrerer tausend Werke von der kleinen Zeichnung bis zur raumfüllenden, vielteiligen Installation, von einer medialen Arbeit für einen kleinen Monitor bis zu Projektionen bewegter Bilder auf viele Projektionsflächen, die sich über mehrere Räume verteilen, sprengen den Rahmen einer solchen Darstellungsmöglichkeit. Einen guten, wenn auch nur auszugsweisen Einblick, kann das Archiv der Ausstellungen im eigenen Haus und der Ausstellungen in Kooperation mit anderen Häusern vermitteln. Soweit es Lagersituation und konservatorische Einschränkungen zulassen, können bestimmte Werke auf Anfrage für wissenschaftliche Zwecke und zur Recherche zugänglich gemacht werden.
Die Konzentration der Sammlungstätigkeit auf die jeweilige Gegenwart hat dazu geführt, dass viele der wichtigen künstlerischen Entwicklungen und Fragestellungen der beiden Jahrzehnte vor und des Jahrzehnts nach der Jahrtausendwende in der Sammlung vertreten sind. Die Sammlung fördert Kunst, die sich mit der gesellschaftlichen Realität und ihren sozialen, politischen und individuellen Fragwürdigkeiten auseinandersetzt. Die Ausrichtung der Sammlung besteht nicht in dem Versuch, eine enzyklopädische Übersicht anhand ausgewählter Einzelwerke zu verfolgen, vielmehr werden individuelle künstlerische Positionen über die Jahre weiter verfolgt, vervollständigt und erweitert. Auf Grund dieser strukturellen Ausrichtung sind viele der bedeutenden Künstlerinnen und Künstler der letzten Jahrzehnte mit großen und umfangreichen Werkgruppen in der Sammlung Goetz vertreten. Bisweilen auch in einem Umfang der weltweit einmalig sein dürfte.
Die mediale Vielfalt der heutigen Kunst und die Komplexität der unterschiedlichen Ansprüche für Lagerung und Erhalt machten früh die Etablierung eigener Lagersituationen mit jeweils anderen klimatischen Parametern und Lagermöglichkeiten unter spezieller kuratorischer Betreuung für die verschiedenen Medien notwendig.
Den Grundstock der Sammlung bilden Werke, die noch aus der früheren Tätigkeit der Sammlerin als Galeristin in den 1960er und 1970er Jahren stammen. Diese Bestände waren der Ausgangspunkt für eine Konzentration auf die Arte Povera. Zu Beginn der 1990er Jahre wurden so an die 100 Werke der Künstler, die der Arte Povera zugeordnet werden, zu einer umfassenden Sammlung ausgebaut. Dieses Konvolut wurde durch Dokumentarfotografien zu den Werken erweitert. Beide Werkgruppen wurden in einer Wanderausstellung zwischen 1997 und 1999 unter dem Titel Arte Povera, Arbeiten und Dokumente aus der Sammlung Goetz, 1967 bis heute in Bremen, Nürnberg, Köln, Wien, Göteborg, und München der Öffentlichkeit präsentiert. 2012 zeigt das Kunstmuseum Basel erneut diesen Bestand unter dem Gesichtspunkte der aktuellen kunsthistorischen Diskussion.
Parallel wurde der Grundstock für eine Sammlung von Arbeiten auf Papier geschaffen. Das komplette grafische Werk von Fred Sandback mit einzigartigen Probedrucken und die vollständige Grafik von Blinky Palermo bilden hier den Ausgangspunkt. Fast alle Künstlerinnen und Künstler in der Sammlung, die auch zeichnerisch, malerisch oder grafisch auf Papier tätig sind, sind vertreten. Die grafische Sammlung allein umfasst inzwischen weit über 1000 Blätter und beinhaltet viele mehrteilige Mappenwerke.
In den 1990er Jahren lag ein Interesse auf den Young British Artists mit einem deutlichen Schwergewicht auf den Werken von Künstlerinnen. Bedeutende Werkgruppen von Tracey Emin, Mona Hatoum, Sarah Lucas oder Rachel Whiteread stehen so neben Werken von Douglas Gordon oder Willie Doherty. Parallel dazu wurden amerikanische Künstlerinnen und Künstler gesammelt. Werke von Félix González-Torres, dessen Porträt von Ingvild Goetz das einzige, permanent installierte Werk in der Sammlung ist, Robert Gober, Roni Horn, Mike Kelley, Karen Kilimnik, Cady Noland, Richard Prince und Andrea Zittel sind hier unter vielen anderen zu erwähnen.
Emotion – Junge britische und amerikanische Kunst aus der Sammlung Goetz eine Ausstellung 1998/99 in den Deichtorhallen in Hamburg dokumentierte diese Entwicklung der Sammlung. 2002 zeigte die Kunsthalle Baden-Baden Die Wohltat der Kunst – Postfeministische Position der Neunziger Jahre aus der Sammlung Goetz und konzentrierte sich auf die umfangreiche Präsenz der Arbeiten von Künstlerinnen in der Sammlung.
Das komplexe Zusammenspiel der unterschiedlichen Medien bei der Bilderzeugung und Gestaltung eigener Bildwelten in der aktuellen Kunst wurde zwischen 2004 und 2006 in einer fünfteiligen Ausstellungsserie, die Malerei in ihren Mittelpunkt stellte, im eigenen Haus aus den Beständen thematisiert. IMAGINATION BECOMES REALITY Part 1: Expanded Paint Tools, Part 2: Painting Surface Space, Part 3: Talking Pictures, Part 4: Borrowed Images, Part 5: Fantasy and Fiction. 2007 wurde diese Ausstellungsfolge im ZKM, Neues Museum unter dem Titel Imagination Becomes Reality. Eine Ausstellung zum erweiterten Malereibegriff zusammengefasst.
Auch viele einzelne Künstlerpersönlichkeiten wie Thomas Schütte, Rosemarie Trockel, Francis Alÿs oder Fischli und Weiss sind mit umfassenden Werkgruppen in der Sammlung präsent und wurden auch in Einzelausstellungen im Museum der Sammlung präsentiert. Mit dem Hinweis auf große Konvolute von Jonathan Lasker, Caroll Durham, Jessica Stockholder, Yayoi Kusama, Reiner Ruthenbeck oder Gerwald Rockenschaub kann die Vielschichtigkeit der Sammlung nur angedeutet werden. In der jüngeren Zeit kamen Kunstwerke von Isa Genzken, Thomas Scheibitz, Paulina Olowska, Andy Hope, Thomas Zipp, Elmgreen & Dragset oder Ryan Trecartin/Lizzie Fitch hinzu.
Parallel entwickelte sich die Fotografie, die neben ihrer zentralen Funktion als bilderzeugendes Werkzeug für Nachrichtenerstattung, Dokumentation und Werbung ein selbstständiges künstlerisches Medium geworden ist, zu einem weiteren Sammlungsschwerpunkt. Werke von Cindy Sherman, Jeff Wall, Stan Douglas, Tracey Moffat, Thomas Demand, Andreas Gursky, Peter Feldmann und Candida Höfer traten neben historische Positionen wie August Sander, William Eggleston, Diane Arbus oder Nan Goldin und wurden beispielsweise erweitert mit Werkgruppen von Wolfgang Tillmans oder Sven Johne.
2011 zeigte das Museum Villa Stuck, München, mit Street Life and Home Stories – Fotografien aus der Sammlung Goetz einen Einblick in diesen Sammlungsbestand.
Der Erwerb des fünfteiligen CREMASTER Zyklus von Matthew Barney, großer Video- und Filminstallationen von Doug Aitken, Stan Douglas oder Kutluğ Ataman bildeten neben vielen anderen Film und Videowerken den Startpunkt für eine intensive Konzentration auf time-based-media Werke. Mit über 500 Video- und Filmarbeiten im Kernbereich aus den späten 1990er Jahren bis in die Jetztzeit dürfte die Sammlung Goetz weltweit eine der umfangreichsten Sammlungen aufgebaut haben.
Das ZKM Museum für Neue Kunst in Karlsruhe zeigte bereits zweimal Übersichtsausstellungen 2003 fast forward. Media Art Sammlung Goetz und 2010 fast forward 2. The Power of Motion – Media Art Sammlung Goetz.
Mit dem Haus der Kunst in München wurde 2011 eine Zusammenarbeit begonnen, Sammlung Goetz im Haus der Kunst. Der ehemalige Luftschutzkeller wurde für die Präsentation von Film und Video adaptiert. Ab 2011 werden zwei Mal im Jahr Wechselausstellungen der Medienarbeiten der Sammlung gezeigt.