Video Still von einem Biber in einem häuslichen Innenraum, vor einer fast vollen Kaffeekanne in einer Filtermaschine stehend. Doug Aitken, Sammlung Goetz München
Museum Folkwang, Essen

12 Monate/12 Filme. Erkundungen im Raum

Auf eine Reise durch Zeit und Raum nimmt uns die Kooperationsausstellung der Sammlung Goetz mit dem Museum Folkwang. Innerhalb eines Jahres werden im Filmraum des Museums im monatlichen Wechsel zwölf Videos und Filme von wichtigen zeitgenössischen Künstler*innen aus der Sammlung Goetz präsentiert.

Die Vorstellungen vom Raum sind so vielgestaltig wie der Begriff selbst. Den zwölf Künstler*innen, die in der Ausstellung im Museum Folkwang versammelt sind, geht es jedoch nicht darum, den realen Raum zu definieren. In ihren Videos und Filmen hinterfragen sie vielmehr die Funktion von Räumen, loten ihre Grenzen aus, überschreiten sie und schaffen neue Räume, die sich jenseits der klassischen Raum-Zeit-Vorstellung befinden.

Ausgangspunkt ist oft der urbane Raum, wie bei Nira Pereg, Sarah Morris und Francis Alÿs, der aber zum Sinnbild für soziale und gesellschaftspolitische Konflikte wird. Hans Op de Beeck erweckt in einer bühnenhaften Inszenierung gebaute Räume im Modell für kurze Zeit zum Leben. Den Einfluss medialer Bilder auf unsere Vorstellung von Raum untersucht Ed Atkins in Paris Green.
Bei Jesper Just fließen Traum, Wirklichkeit und Erinnerung zusammen und schaffen einen fiktiven Ort, der die komplexen inneren Befindlichkeiten seiner Protagonistin spiegelt. Die Ausstellung 12 Monate /12 Filme – Erkundungen im Raum im Museum Folkwang ist als Reise konzipiert, die an besondere Orte und Räume jenseits der traditionellen Raumvorstellungen führt.

Kuratiert von Cornelia Gockel, Mario-Andreas von Lüttichau und Marcel Schumacher

Vorschau

Cyrill Lachauer. The Sunset Route

| Kunstpalais Erlangen

feat. Mike Brodie, Mouse Green, Rhyw, Mia Justice Smith, Moritz Stumm

In der Ausstellung The Sunset Route im Kunstpalais Erlangen, die in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz entstanden ist, zeigt Cyrill Lachauer Arbeiten aus den Jahren 2020 bis 2025, in denen er auf Güterzügen durch die USA sowie durch Mexiko und Bosnien reiste. Im Sinne einer poetischen Ethnographie entstanden dabei Fotografien und Filme, die nun zum ersten Mal zusammen gezeigt werden. Sie alle kreisen um Fragen nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Widerständigkeit, wie auch um Kolonisation, Ausgrenzung und Ausbeutung.

 

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