Nahaufnahme einer Playmobilfigur in Schwarzweiß. Die Umrisse sind sehr verschwommen, sodass das Foto wie ein romantisiertes Porträt wirkt.
Deutsches Theatermuseum

Laurie Simmons. Dollhouse Photographs

Die US-amerikanische Künstlerin Laurie Simmons ist bekannt für ihre inszenierten Fotografien, auf denen sie Puppen in stereotypen weiblichen Rollenbildern in häuslichen Interieurs präsentiert. Exemplarisch für ihr Werk ist die 1978/79 entstandene Serie In and Around the House. Die Werkgruppe mit 56 Schwarz-Weiß-Fotografien, die im Zentrum der Ausstellung steht, zeigt eine Puppenfrau bei unterschiedlichen Tätigkeiten in ihrem trauten Puppenheim. Die Ausstellung Laurie Simmons. Dollhouse Photographs, die in Kooperation mit der Sammlung Goetz, dem Theatermuseum und dem Filmfest München entstand, zeigt eine Auswahl ihrer Werke, die gesellschaftliche Rollenbilder der amerikanischen Mittelklasse kritisch reflektieren.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
11 - 17 Uhr

Eintritt €5 | ermäßigt €4

Deutsches Theatermuseum
Galeriestr. 4a
80539 München

Simmons gilt als zentrale Vertreterin der „Pictures Generation“, einer losen Gruppierung amerikanischer Künstlerinnen und Künstler, die in den späten 1970er Jahren begann, die Macht der Massenmedien und der Konsumkultur kritisch zu hinterfragen. Während Kollegen wie Richard Prince oder Sherrie Levine oft direkt Bilder aus der Werbung oder der Kunstgeschichte kopierten, schuf Simmons ihre eigenen, künstlichen Welten en miniature, um gesellschaftliche Rollenbilder zu dekonstruieren. Mehr als 20 Jahre später entstand die Kaleidoscope-House Serie mit Farbfotografien, in deren Zentrum Architektur und Design stehen. Simmons entwarf zusammen mit dem Architekten Peter Wheelwright ein modernes Traumhaus in Miniaturversion, das mit Designklassikern und moderner Kunst eingerichtet ist und von einer Puppenfamilie bewohnt wird. 

Anlässlich des FILMFEST MÜNCHEN ist in der Ausstellung auch Simmons erstes filmisches Werk The Music of Regret (2005/6) mit Meryl Streep zu sehen, ein dreiteiliges Musical, in denen sie ihre Objekte zum Leben erweckt. 

Eine Kabinettausstellung des Deutschen Theatermuseums und der Sammlung Goetz. Programmpartner: FILMFEST MÜNCHEN 2026

Aktuell

Cindy Sherman

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Die Inszenierung weiblicher Rollenbilder in fotografischen Selbstporträts ist das zentrale Thema im Werk der amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman. Dabei bezieht sie sich auf Stereotypen des kollektiven Bildgedächtnisses in einer medial geprägten Welt. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster konzentriert sich auf die Werke ihrer zwischen 1983 und 1994 entstandenen Fashion-Serie. Durch Shermans Leidenschaft für Kostümierung und Maskerade bietet die Welt der Mode ein weites Feld für ihre künstlerische Auseinandersetzung.

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