Die Werke in der Ausstellung Sculptural Sphere sprengen den Rahmen der traditionellen Vorstellung von Skulptur. In ihrer medialen Vielfalt verweisen sie auf die gesellschaftspolitische Realität jenseits kunstimmanenter Fragestellungen.
Mit Martin Boyce, Thomas Demand, Mark Manders, Manfred Pernice, Liisa Roberts und Tom Sachs.
„Skulpturen faszinieren mich“, sagt Ingvild Goetz: „Manche Künstler*innen arbeiten dabei ausschließlich im formalen Kontext, wie etwa Donald Judd; bei ihnen interessiert mich die Ästhetik und die formale oder logische Stringenz. Andere Künstler*innen dagegen verknüpfen die formalen Gesichtspunkte mit inhaltlichen Konnotationen und in dem Objekt ausgedrückten erzählerischen Zusammenhängen, die die Betrachter*innen entweder erfassen, sich durch Assoziationen erschließen oder frei von Hinweisen des Künstlers oder der Künstlerin subjektiv verarbeiten.“ In diese zweite Gruppe gehören die Werke von Martin Boyce, Thomas Demand, Mark Manders, Manfred Pernice, Liisa Roberts und Tom Sachs, die in der Ausstellung Sculptural Sphere versammelt sind. Bezeichnenderweise sind nicht alle Bildhauer*innen. Einige von ihnen verarbeiten die skulpturalen Fragestellungen mit anderen Medien. Mit mehr als 60 Arbeiten vermittelt die Ausstellung die Sichtweise von Ingvild Goetz auf aktuelle Tendenzen in der Skulptur der Gegenwart.
feat. Mike Brodie, Mouse Green, Rhyw, Mia Justice Smith, Moritz Stumm
In der Ausstellung The Sunset Route im Kunstpalais Erlangen, die in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz entstanden ist, zeigt Cyrill Lachauer Arbeiten aus den Jahren 2020 bis 2025, in denen er auf Güterzügen durch die USA sowie durch Mexiko und Bosnien reiste. Im Sinne einer poetischen Ethnographie entstanden dabei Fotografien und Filme, die nun zum ersten Mal zusammen gezeigt werden. Sie alle kreisen um Fragen nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Widerständigkeit, wie auch um Kolonisation, Ausgrenzung und Ausbeutung.