Videoprojektion, die ein Loch in einer Wand zeigt, hinter der eine Person in schwarz gekleidet steht. Hinter ihr befindet sich wieder ein Loch in einer Wand mit einer Person dahinter. Diese Situation scheint sich unendlich zu wiederholen. Zilla Leutenegger, Sammlung Goetz München
Weserburg | Museum für moderne Kunst, Bremen

Zilla Leutenegger: More than this

Die Schweizer Künstlerin Zilla Leutenegger verbindet Wandmalerei, Zeichnungen, Objekte und Videoprojektionen zu raumgreifenden Installationen und Lichtbildern. Die Arbeiten überraschen durch ihre spielerische Leichtigkeit. Die Ausstellung in Bremen präsentierte Installationen und Zeichnungen aus einem größeren Werkkomplex der Sammlung Goetz, ergänzt um neuere Arbeiten, die erstmals in Deutschland zu sehen sind.

Wenige, schwungvoll, aber prägnant gesetzte Striche reichen aus, damit sich Zilla Leutenegger ihre eigene Welt erschafft. In skizzenhaft angedeuteten Räumen begegnet uns immer wieder das Alter Ego der Künstlerin: die Kunstfigur Zilla. Sie ist die alleinige Protagonistin, mit der sie unterschiedliche Rollenmuster und Identitäten erprobt. Kindheitsträume und Fantastisches finden hier ebenso ihren Raum wie ganz alltägliche Situationen: Zilla, die Klavier spielt, Zilla, die arbeitet, Zilla, die ein Buch liest. Viele der Arbeiten zeugen von Ironie und einem hintergründigen Bilderwitz. Andere sind von einer dichten, fast melancholischen Atmosphäre bestimmt. Sie erscheinen wie Momentaufnahmen, ohne Handlung oder Dramaturgie, ein ruhiger, intensivierter Blick auf den Alltag des Lebens, Stillleben in einem ruhigen Ablauf mit allen Möglichkeiten, voller Überraschungen und Enttäuschungen.

Vorschau

Cindy Sherman

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Die Inszenierung weiblicher Rollenbilder in fotografischen Selbstporträts ist das zentrale Thema im Werk der amerikanischen Künstlerin Cindy Sherman. Dabei bezieht sie sich auf Stereotypen des kollektiven Bildgedächtnisses in einer medial geprägten Welt. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster konzentriert sich auf die Werke ihrer zwischen 1983 und 1984 entstandenen Fashion-Serie. Durch Shermans Leidenschaft für Kostümierung und Maskerade bietet die Welt der Mode ein weites Feld für ihre künstlerische Auseinandersetzung.

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