Weserburg | Museum für moderne Kunst, Bremen

Zilla Leutenegger: More than this

Die Schweizer Künstlerin Zilla Leutenegger verbindet Wandmalerei, Zeichnungen, Objekte und Videoprojektionen zu raumgreifenden Installationen und Lichtbildern. Die Arbeiten überraschen durch ihre spielerische Leichtigkeit. Die Ausstellung in Bremen präsentierte Installationen und Zeichnungen aus einem größeren Werkkomplex der Sammlung Goetz, ergänzt um neuere Arbeiten, die erstmals in Deutschland zu sehen sind.

Wenige, schwungvoll, aber prägnant gesetzte Striche reichen aus, damit sich Zilla Leutenegger ihre eigene Welt erschafft. In skizzenhaft angedeuteten Räumen begegnet uns immer wieder das Alter Ego der Künstlerin: die Kunstfigur Zilla. Sie ist die alleinige Protagonistin, mit der sie unterschiedliche Rollenmuster und Identitäten erprobt. Kindheitsträume und Fantastisches finden hier ebenso ihren Raum wie ganz alltägliche Situationen: Zilla, die Klavier spielt, Zilla, die arbeitet, Zilla, die ein Buch liest. Viele der Arbeiten zeugen von Ironie und einem hintergründigem Bilderwitz. Andere sind von einer dichten, fast melancholischen Atmosphäre bestimmt. Sie erscheinen wie Momentaufnahmen, ohne Handlung oder Dramaturgie, ein ruhiger, intensivierter Blick auf den Alltag des Lebens, Stillleben in einem ruhigen Ablauf mit allen Möglichkeiten, voller Überraschungen und Enttäuschungen.

Vorschau

Blumenprojektion, Herbst (1998) Peter Fischli David Weiss

| Intervention der Sammlung Goetz in der Porzellan Manufaktur Nymphenburg

Anlässlich des interdisziplinären Flower Power Festivals, das die Kulturgeschichte der Blume feiert, präsentiert die Sammlung Goetz die 2-Kanal-Dia-Installation Blumenprojektion, Herbst (1998) von Peter Fischli David Weiss als Intervention in der Porzellan Manufaktur Nymphenburg. Dort treten die Ansichten aus Blumengärten und Gemüsebeeten des Schweizer Künstlerduos in Dialog mit den floralen Entwürfen von Kunsthandwerker*innen.

(K)ein Puppenheim. Alte Rollenspiele und neue Menschenbilder

| Münchner Stadtmuseum

Mehr als 30 Jahre war die Sammlung Puppentheater / Schaustellerei im Münchner Stadtmuseum als puppenhistorische Dauerausstellung präsent und ist damit selbst Geschichte geworden. Die interdisziplinäre Kooperation "(K)ein Puppenheim. Alte Rollenspiele und neue Menschenbilder" mit der Sammlung Goetz und der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums nimmt die bevorstehende Schließung und Generalsanierung des Hauses zum Anlass, um die Sammlungen für den Dialog mit Arbeiten zeitgenössischer Kunst zu öffnen.

Weitere Ausstellungen

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