Sammlung Goetz /Schaufenster

Jeff Wall

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Der kanadische Künstler Jeff Wall (*1946, Vancouver) gehört zu den einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. In seinen aufwändig inszenierten Bildkompositionen verbindet er das Narrativ des Kinos mit der Malerei. Bekannt wurde er durch seine großformatigen Leuchtkastenbilder, die formal eher an die Welt der Werbung als an die der bildenden Kunst erinnern. Mit dieser Technik revolutionierte er das Medium Fotografie und verschaffte ihm einen gleichberechtigten Platz neben Malerei und Skulptur. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster präsentiert eine Auswahl seiner ikonischen Leuchtkastenbilder aus den 1990er Jahren.

Wall studierte von 1964 bis 1970 Kunstgeschichte in Vancouver und war daneben als Maler und Bildhauer tätig. Von 1970 bis 1973 absolvierte er ein Doktorandenstudium am Courtauld Institute of Arts in London und unterrichtete anschließend als Professor an verschiedenen Universitäten.  Für Fotografie begann er sich 1967 zu interessieren und produzierte als Autodidakt eine Broschüre mit Schwarz-Weiß-Fotografien von Vancouver. 1976 kam er zur Farbfotografie und begann im Jahr darauf farbige Diapositive im Großformat in Aluminiumkästen zu montieren und von hinten zu beleuchten. 

Schauplatz vieler seiner Werke ist sein Geburtsort Vancouver, wo er bis heute noch lebt. Die Stadt an der kanadischen Westküste ist geprägt durch die Spätindustrie und eine multikulturelle Gesellschaft. Künstlerisch bewegt er sich zwischen dokumentarischer Fotografie und kinematografischer Inszenierung. Obwohl seine Bilder sorgfältig komponiert sind und viele kunsthistorische Bezüge aufweisen, vermitteln sie keine feste Bedeutung. Vielmehr entfalten sie eine vieldeutige und instabile Sinnhaftigkeit, die sich erst im Prozess der Betrachtung erschließt.

Kuratiert von Karsten Löckemann.

Aktuell

Sterling Ruby

– | Sammlung Goetz /Schaufenster

Der in Los Angeles lebende US-amerikanische Künstler Sterling Ruby ist für sein gattungsübergreifendes Werk bekannt, das von Skulpturen, Keramiken und Bronzen über Collagen und Textilarbeiten bis hin zu riesigen Gemälden mit Sprühfarbe reicht. In seinen Werken verwebt er eine Vielzahl unterschiedlicher autobiografischer, kunsthistorischer und soziologischer Quellen. Durch Dekonstruktion und Neukonstruktion arbeitet er an der Idee eines nicht-hierarchischen und grenzlosen Universums. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster gibt mit einer Auswahl seiner Werke aus der Zeit von 2008-2016, einen Einblick in sein vielschichtiges künstlerisches Schaffen.

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