SAMMLUNG GOETZ

Oberföhringer Straße 103
D - 81925 München

Tel. +49 (0)89 9593969-0
Fax. +49 (0)89 9593969-69

[email protected]

Informationen zum Besuch der Sammlung Goetz

Information für Menschen mit Behinderung



Öffnungszeiten Wegbeschreibung Kontakt

Besuch innerhalb der Öffnungszeiten:

Bitte wählen Sie auf unserer Anmeldeseite einen Besuchstermin aus. Das Terminfenster markiert den Zeitraum des Eintritts aber nicht die Dauer Ihres Aufenthalts.
Weitere Informationen zu Führungen und unserem Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.


Sonntags und an Feiertagen geschlossen


Größere Kartenansicht

U4 bis "Richard-Strauss-Straße". Ab "Richard-Strauss-Straße" mit Bus Nr. 188 (Richtung Unterföhring, Fichtenstrasse) bis Haltestelle "Bürgerpark Oberföhring".

Straßenbahn Nr. 16/18, Bus Nr. 54/154 bis "Herkomerplatz". Ab "Herkomerplatz" mit Bus Nr. 188 (Richtung Unterföhring, Fichtenstraße) bis Haltestelle "Bürgerpark Oberföhring".

Individuelle Fahrplanauskunft:
http://www.mvv-muenchen.de/de/home/index.html

Suchergebnisse

Treffer
Brainwashed
31.01.2020 — 28.06.2020 | Sammlung Goetz im Haus der Kunst, München

Brainwashed widmet sich dem popkulturellen Phänomen des Mainstreams, das seinen Höhepunkt in den frühen 2000er-Jahren erreichte. Kennzeichnend für diesen Mainstream waren Medienformate wie Reality-TV, Hollywood-Filmproduktionen mit dem Anspruch ein globales Ereignis zu sein, eine von Selbstoptimierung beherrschte Werbebranche sowie ein mit zahlreichen Musikvideos international forcierter Starkult.

Die Ausstellung geht der Frage nach, welche manipulativen Strategien in pluralistischen Gesellschaften einen medialen Gleichklang zu erzeugen vermochten, einen tonangebenden Geschmack in der Kultur, bis hin zur Propagierung von politischen Überzeugungen oder gar hegemonialen Geschichtsbildern.
Die Werkauswahl macht die Verknüpfung von Wirtschaft, Medien und Politik mit dem Ziel, Menschen zu beeinflussen und Gewinn zu maximieren, sichtbar. Die hier versammelten Künstlerinnen und Künstler legen kommerzielle Bildsprachen kritisch offen, ihre widersprüchlichen Verheißungen, Stereotypen und Klischees. Zu ihren künstlerischen Verfahren einer Dekonstruktion gehören neue Schnitt- und Collagetechniken ebenso wie vielfältige Praktiken der Selbstinszenierung, darunter z.B. medial vermitteltes Branding.
Inwiefern sich der Mainstream der frühen 2000er-Jahre radikal destabilisierend auf ein Selbstvertrauen und persönliche Urteilskraft aus- und bis in die Gegenwart fortwirkt, wird greifbar. Hiervon waren auch die Künstlerbilder, die verbreitet wurden, betroffen. Für diese Mechanismen eines manipulierten Sehens und Fühlens sowie dadurch beeinflusste Rezeptionshaltungen in Erlebnisgesellschaften will die Ausstellung das Bewusstsein schärfen.

Kuratiert von Jana Baumann