Pinakothek der Moderne | Sammlung Moderne Kunst

Gutai. Sammlung + Goetz

Die Sammlung Moderne Kunst präsentiert seit 2019 in der Pinakothek der Moderne im Rahmen des Formats Sammlung+ künstlerische Entdeckungen, Neuerwerbungen sowie thematische Schwerpunkte im Zusammenspiel mit Partnern und Stiftungen. Auf diese Weise werden neue Perspektiven auf die Sammlungen eröffnet, Einblicke in die Forschungsarbeit gegeben und Dialoge hergestellt. In diesem Rahmen wird eine Auswahl von Gemälden der japanischen Künstlergruppe Gutai aus dem Bestand der Sammlung Goetz in Saal 23 präsentiert, innerhalb einer Raumflucht, die nahezu zeitgleiche regionale und deutsche Abstraktionsphänomene unter dem Titel Walk the Line fokussiert. 1954 vom abstrakten Maler Jiro Yoshihara gegründet, gehört Gutai mit der Verbindung von Aktion, Abstraktion und Materialität zu den innovativsten künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts.

Pinakothek der Moderne | Saal 23

Täglich 10 – 18 Uhr
Donnerstag 10 – 20 Uhr
Montags geschlossen

Barer Str. 40
80333 München

Der Gruppenname ‚Gutai‘ kann mit ‚konkret, greifbar, materiell‘ übersetzt werden. So experimentierten die Mitglieder in ihren Werken mit der Veränderbarkeit und Flüchtigkeit von Erde, Schlamm, Wasser, Wind, Feuer, Rauch und Sonnenlicht. Die Nähe zur Natur zeigt sich auch in ihrer ersten Präsentation im Juli 1955, die unter freiem Himmel stattfand. Der wichtigste Bezugspunkt blieb jedoch die Auseinandersetzung mit der Malerei.

Im selben Jahr erschien auch die erste Ausgabe der Zeitschrift Gutai, die bis 1965 regelmäßig herausgegeben wurde. Sie berichtete über die Werke und Aktivitäten der Gruppenmitglieder und zeigte auch, welch großes Interesse die Gutai Künstlerinnen und Künstler an einem Dialog mit westlichen Abstraktionsbewegungen hatten. Die ersten drei Ausgaben enthielten Zusammenfassungen in englischer Sprache, durch die Künstlerinnen und Künstler wie Jackson Pollock, Allan Kaprow und Kritiker wie Michel Tapié auf die Gruppe aufmerksam wurden. Es folgten eine Reihe von internationalen Ausstellungen, die Gutai auch in der westlichen Welt bekannt machten.

Kuratiert von Verena Hein in Zusammenarbeit mit Karsten Löckemann und Pietro Tondello.

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Cyrill Lachauer. The Sunset Route

| Kunstpalais Erlangen

feat. Mike Brodie, Mouse Green, Rhyw, Mia Justice Smith, Moritz Stumm

In der Ausstellung The Sunset Route im Kunstpalais Erlangen, die in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz entstanden ist, zeigt Cyrill Lachauer Arbeiten aus den Jahren 2020 bis 2025, in denen er auf Güterzügen durch die USA sowie durch Mexiko und Bosnien reiste. Im Sinne einer poetischen Ethnographie entstanden dabei Fotografien und Filme, die nun zum ersten Mal zusammen gezeigt werden. Sie alle kreisen um Fragen nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Widerständigkeit, wie auch um Kolonisation, Ausgrenzung und Ausbeutung.

 

Laurie Simmons. Dollhouse Photographs

| Deutsches Theatermuseum

Die US-amerikanische Künstlerin Laurie Simmons ist bekannt für ihre inszenierten Fotografien, auf denen sie Puppen in stereotypen weiblichen Rollenbildern in häuslichen Interieurs präsentiert. Exemplarisch für ihr Werk ist die 1978/79 entstandene Serie In and Around the House. Die Werkgruppe mit 56 Schwarz-Weiß-Fotografien, die im Zentrum der Ausstellung steht, zeigt eine Puppenfrau bei unterschiedlichen Tätigkeiten in ihrem trauten Puppenheim. Die Ausstellung Laurie Simmons. Dollhouse Photographs, die in Kooperation mit der Sammlung Goetz, dem Theatermuseum und dem Filmfest München entstand, zeigt eine Auswahl ihrer Werke, die gesellschaftliche Rollenbilder der amerikanischen Mittelklasse kritisch reflektieren.

Sterling Ruby

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der in Los Angeles lebende US-amerikanische Künstler Sterling Ruby ist für sein gattungsübergreifendes Werk bekannt, das von Keramiken und Bronze über Collagen und Textilarbeiten bis hin zu riesigen Gemälden mit Sprühfarbe reicht. In seinen Werken verwebt er eine Vielzahl unterschiedlicher autobiografischer, kunsthistorischer und soziologischer Quellen. Durch Dekonstruktion und Neukonstruktion arbeitet er an der Idee eines nicht-hierarchischen und grenzlosen Universums. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster gibt einen Einblick in sein vielschichtiges künstlerisches Schaffen.

Jeff Wall

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der kanadische Künstler Jeff Wall gehört zu den einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. In seinen aufwändig inszenierten Bildkompositionen verbindet er das Narrativ des Kinos mit der Malerei. Bekannt wurde er durch seine großformatigen Leuchtkastenbilder, die formal eher an die Welt der Werbung als an die der bildenden Kunst erinnern. Mit dieser Technik revolutionierte er das Medium Fotografie und verschaffte ihm einen gleichberechtigten Platz neben Malerei und Skulptur. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster präsentiert eine Auswahl seiner ikonischen Leuchtkastenbilder aus den 1990er Jahren.

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