© Andreas Slominski, photo: Thomas Dashuber
Sammlung Goetz

Andreas Slominski

Das Schaffen des Künstlers Andreas Slominski zeichnet sich durch einen konzeptuellen Ansatz aus und umfasst bildnerische, skulpturale und performative Werke, die sich häufig auf Alltagsobjekte beziehen und diese in neue Kontexte stellen. Slominskis Kunst ist verführerisch. Sie führt die Betrachtenden in den Hinterhalt und hinterfragt festgefahrene Wahrnehmung. Sie blendet und zwingt zu genauem Hinsehen.

International bekannt wurde Slominski zunächst durch Tierfallen, die seit Mitte der 1980er Jahre Bestandteil seines Œuvres sind. So bildeten die Werke Rattenfalle (1998), Trap for Birds of Prey (1999) und Vogelfalle (2000) den Auftakt der Ausstellung. Die Falle als mechanisches Gerätwie auch als Metapher agiert mit der Kraft der Verlockung: Der ausgelegte Köder erzeugt einen Moment der Verblendung. Schnappt die Falle zu, ist man schlagartig einer Berührung ausgesetzt, einer körperlichen, emotionalen oder intellektuellen. Der Kontakt mit der Falle generiert einen hoch energetischen Moment menschlicher Gefühle. Die Falle verkörpert Macht, Täuschung und Gewalt sowie Schlauheit und Hinterlist. Der Künstler treibt ein Spiel mit bereits vorgegebenen Konnotationen, weshalb sich die Rezipienten häufig ertappt und nicht selten als Opfer fühlen.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil von Slominskis Werk sind Modelle von Mühlen. Slominski interessiert die vielschichtigen Funktionen der Mühlen, die sich den Betrachtenden nicht immer in der ersten Assoziationsebene erschließen. Durch die Präsentation in Miniaturform ist die ursprüngliche Funktion der Mühle gebrochen.
In der Werkgruppe der sog. ‚Styroporbilder‘ vermischen sich die Gattungen Malerei und Skulptur zu einer Art ‚combine painting‘. Die Leichtigkeit des Materials steht in Kontrast zur Schwere der Verglasung und des Aluminiumrahmens. Die handgefertigten dreidimensionalen Objekte aus verschiedenen Kunststoffmaterialien, die in den reliefartigen Bildgrund eingefügt sind, können vom Künstler stets neu arrangiert werden.

Andreas Slominski

143 Seiten, 144 Abb., Hardcover
Deutsch/Englisch
2010, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern
ISBN 978-3-7757-2603-0
€ 25,00

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Vorschau

© Imi Knoebel/VG BILD Kunst, Bonn, photo: Thomas Dashuber

Imi Knoebel

Sammlung Goetz

Herbst/Winter 2021

Mit einer retrospektiven Ausstellung ehrt die Sammlung Goetz den Künstler Imi Knoebel zu seinem 80. Geburtstag. Gezeigt wird die gesamte Bandbreite seines künstlerischen Schaffens angefangen von den Schwarzweißfotografien aus den 1960er Jahren, über Collagen aus mehrfarbigem Papier, Objekten aus Betonguss bis hin zu seinen jüngsten Malereien in Acryl auf Aluminium. Die Präsentation umfasst dabei nicht nur seine geometrisch minimalistisch anmutenden Werke, sondern auch bisher wenig gezeigte expressive Malereien aus den 1980er Jahren.

© Barbara Kasten

Barbara Kasten. Works

Sammlung Goetz BASE 103

Herbst/Winter 2021

Die US-amerikanische Künstlerin Barbara Kasten hat von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart ein beeindruckendes künstlerisches Werk geschaffen. Im Zentrum stehen ihre abstrakt-geometrischen Farbfotografien aus den 1980er Jahren, die sich dem Wechselspiel von Licht und Schatten widmen und dabei neue Raumerfahrungen bieten. Die Sammlung Goetz, die über umfangreiche Werkbestände von Barbara Kasten verfügt, hat in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin in Europa konzipiert. Eine Auswahl der umfangreichen Retrospektive wird in den Räumen der Sammlung Goetz in München zu sehen sein.

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