Bunt gestalteter Raum mit Tafel darin, auf der sich die Abkürzung AVAF (assume vivid astro focus) in LED-Schrift wiederholt. Sammlung Goetz München
Sammlung Goetz BASE 103

assume vivid astro focus

Ein Festival der Sinnlichkeit zelebriert das Künstlerduo assume vivid astro focus. In seiner Multimedia-Installation in der Sammlung Goetz entführt es uns in ein Universum voll praller Erotik, in dem Genderthemen, politische Botschaften und kulturelle Codes zusammenfließen.

Gründer des Duos ist der Brasilianer Eli Sudbrack, der im Team mit Christophe Hamaide-Pierson sowie wechselnden Künstler*innen, Musiker*innen und Designer*innen seit 2001 zusammenarbeitet. Der Name assume vivid astro focus ist eine Wortneuschöpfung, die keine konkrete Bedeutung hat, aber zahlreiche Referenzen zur Populärkultur und Kunstgeschichte aufweist. Das ist auch das Reservoir, aus dem das Duo seine Bildsprache schöpft. Ähnlich wie ein DJ mixt und sampelt es die unterschiedlichen Bildwelten. So entstehen bizarre Rauminstallationen, die Malerei, Skulptur, Video, Design, Party und Performance vereinen. Mit seiner Arbeit reflektiert assume vivid astro focus nicht nur künstlerische Produktionsprozesse, sondern setzt sich auch mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinander.
Schrille Farben, überbordende Muster, phantasievolle Masken, Glitzerstaub und farbiges Neonlicht sind zum Markenzeichen des Duos geworden. Seine unverkennbaren Spuren hat assume vivid astro focus – auch kurz avaf genannt – nicht nur in Ausstellungen von namhaften Institutionen wie dem Museu de Arte Moderna de São Paulo, dem MOCA Los Angeles oder der Kunsthalle Wien hinterlassen, sondern auch in Entwürfen für die Modewelt.
Für die Ausstellung in der Sammlung Goetz hat avaf den unterirdischen Ausstellungsbereich Base103 in ein multimediales Gesamtkunstwerk verwandelt, das die Decke, die Wände und den Boden miteinbezieht. Zu sehen sind nicht nur die Videos und Installationen aus dem Sammlungsbestand, sondern auch einige jüngere Werke und Dokumentationsmaterial zur Geschichte von assume vivid astro focus.

Kuratiert von Susanne Touw

Künstleredition

assume vivid astro focus

Schal
Polyester Chiffon
117 x 117 cm
€ 30,00 limitierte Auflage
€ 35,00 signierte limitierte Auflage

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Vorschau

Cyrill Lachauer. The Sunset Route

| Kunstpalais Erlangen

feat. Mike Brodie, Mouse Green, Rhyw, Mia Justice Smith, Moritz Stumm

In der Ausstellung The Sunset Route im Kunstpalais Erlangen, die in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz entstanden ist, zeigt Cyrill Lachauer Arbeiten aus den Jahren 2020 bis 2025, in denen er auf Güterzügen durch die USA sowie durch Mexiko und Bosnien reiste. Im Sinne einer poetischen Ethnographie entstanden dabei Fotografien und Filme, die nun zum ersten Mal zusammen gezeigt werden. Sie alle kreisen um Fragen nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Widerständigkeit, wie auch um Kolonisation, Ausgrenzung und Ausbeutung.

 

Laurie Simmons. Dollhouse Photographs

| Deutsches Theatermuseum

Die US-amerikanische Künstlerin Laurie Simmons ist bekannt für ihre inszenierten Fotografien, auf denen sie Puppen in stereotypen weiblichen Rollenbildern in häuslichen Interieurs präsentiert. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Sammlung Goetz, dem Theatermuseum sowie dem Filmfest München und zeigt eine Auswahl ihrer Werke, die gesellschaftliche Rollenbilder der amerikanischen Mittelklasse kritisch reflektieren.

Sterling Ruby

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der in Los Angeles lebende US-amerikanische Künstler Sterling Ruby ist für sein gattungsübergreifendes Werk bekannt, das von Keramiken und Bronze über Collagen und Textilarbeiten bis hin zu riesigen Gemälden mit Sprühfarbe reicht. In seinen Werken verwebt er eine Vielzahl unterschiedlicher autobiografischer, kunsthistorischer und soziologischer Quellen. Durch Dekonstruktion und Neukonstruktion arbeitet er an der Idee eines nicht-hierarchischen und grenzlosen Universums. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster gibt einen Einblick in sein vielschichtiges künstlerisches Schaffen.

Jeff Wall

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der kanadische Künstler Jeff Wall gehört zu den einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. In seinen aufwändig inszenierten Bildkompositionen verbindet er das Narrativ des Kinos mit der Malerei. Bekannt wurde er durch seine großformatigen Leuchtkastenbilder, die formal eher an die Welt der Werbung als an die der bildenden Kunst erinnern. Mit dieser Technik revolutionierte er das Medium Fotografie und verschaffte ihm einen gleichberechtigten Platz neben Malerei und Skulptur. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster präsentiert eine Auswahl seiner ikonischen Leuchtkastenbilder aus den 1990er Jahren.

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