© Cindy Sherman
Sammlung Goetz

Cindy Sherman

Die Inszenierung von weiblichen Rollenbildern ist das zentrale Thema im Werk von Cindy Sherman. Dabei bezieht sich die amerikanische Künstlerin auf Stereotypen des kollektiven Bildgedächtnisses in einer medial geprägten Gesellschaft.

Cindy Sherman hat mit ihren Fotografien die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Ähnlich wie eine Schauspielerin inszeniert sie sich in unterschiedlichen Rollen vor der Kamera. Obwohl es sich bei den Fotografien von Sherman im klassischen Sinne um Selbstporträts handelt, verraten sie nicht viel von der Persönlichkeit der Künstlerin. Vielmehr geht es ihr um die Dekonstruktion von Rollenbildern und Klischees.

Bereits in ihrer Kindheit entwickelte Sherman eine Obsession für Verkleidung und Maskerade, die sie auch an der Kunstakademie in Buffalo weiterverfolgte. Bekannt wurde die Künstlerin durch die Schwarz-Weiß-Serie Untitled Film Stills (1977-1980), in denen sie stereotype Frauenfiguren aus fiktiven Filmszenen der 50er-Jahre verkörpert. Später entstanden Serien mit großformatigen Farbfotografien, die Themen wie Modefotografie, Märchengestalten, Horrorszenen und Society Ladies aufgreifen. Die Sammlung Goetz besitzt umfangreiche Werkgruppen aus nahezu allen Schaffensphasen. Mit rund 60 Arbeiten gibt die retrospektive Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin konzipiert wurde, einen guten Überblick auf das Gesamtwerk.

Kuratiert von Karsten Löckemann

Cindy Sherman

184 Seiten, 152 Abb., Hardcover
Deutsch/Englisch
2015, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern
ISBN 978-3-7757-3960-3
€ 30,00

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Vorschau

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Au rendez-vous des amis. Klassische Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz

| Pinakothek der Moderne

Die Klassische Moderne ist mit ihrer Vielzahl von neuen künstlerischen Stilrichtungen eine Inspirationsquelle für die nachfolgenden Künstlergenerationen. Im frühen 20. Jahrhundert bereitete die Avantgarde den Weg für einen freien Umgang mit Farbe, Linie sowie Perspektive und entwarf Modelle für die Gestaltung einer neuen Gemeinschaft. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler setzen sich aber auch kritisch mit dem Erbe der Moderne auseinander und werfen Fragen zum Umgang mit Körper, Geschlecht und Identität auf.
Diese positiven wie kritischen Impulse zeigt die Neupräsentation von 13 Sälen der Klassischen Moderne, bei der circa 120 Werke in Dialog mit 80 Werken der Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz treten. Dabei wird der Schwerpunkt Malerei medial um Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier sowie teilweise erstmals ausgestellte Bildteppiche erweitert.

© Cyrill Lachauer

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

| Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Cyrill Lachauer (geb. 1979 in Rosenheim, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles) entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. Für die Ausstellung der Sammlung Goetz im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst hat er eine neue mehrteilige Installation mit Filmen, Videos, Fotografien und Texten geschaffen.

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