Die Sammlung Goetz. Werke der Arte Povera und Mike Kelley
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Mit der neuen Präsentation von Arbeiten der Arte Povera und des amerikanischen Künstlers Mike Kelley werden zwei Schwerpunkte aus den Beständen der Sammlung Goetz auf längere Zeit in Bremen zu sehen sein.
1997 zeigte das Neue Museum Weserburg (heute Weserburg Museum für moderne Kunst) eine große Ausstellung mit bedeutenden Werken der Arte Povera aus der Sammlung Goetz, die erste Ausstellung dieser Kunstrichtung in Norddeutschland überhaupt. Dank der langjährigen Kooperation findet sich nun Gelegenheit, Teile dieser Sammlung in anderen Zusammenhängen wieder neu zu entdecken.
„Ich stelle mir eine Situation vor, in der mehrere Menschen zusammenstehen und ich eine von ihnen bin. Nacheinander wird jeweils eine Person verdeckt einem elektrischen Reiz ausgesetzt. Da die technische Verbindung für niemanden erkennbar ist, bleibt mir nur, die Gesichtsausdrücke und Reaktionen der anderen zu beobachten, um die betroffene Person zu erkennen“, erklärt die Künstlerin Ilinca Fechete. Ihre neue Arbeit, die durch den Medienkunstpreis 2026 der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz und der Akademie der Bildenden Künste München ermöglicht wurde, ist ein Ultraschall-Soundsystem und ein visuelles Programm für einen Film.
Der kanadische Künstler Jeff Wall gehört zu den einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. In seinen aufwändig inszenierten Bildkompositionen verbindet er das Narrativ des Kinos mit der Malerei. Bekannt wurde er durch seine großformatigen Leuchtkastenbilder, die formal eher an die Welt der Werbung als an die der bildenden Kunst erinnern. Mit dieser Technik revolutionierte er das Medium Fotografie und verschaffte ihm einen gleichberechtigten Platz neben Malerei und Skulptur. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster präsentiert eine Auswahl seiner ikonischen Leuchtkastenbilder aus den 1990er Jahren.