© Reiner Ruthenbeck/VG BILD-KUNST, Bonn, photo: Thomas Dashuber
Sammlung Goetz

FarbRaumKörper. Gotthard Graubner, Imi Knoebel, Blinky Palermo und Reiner Ruthenbeck

Die Ausstellung in der Sammlung Goetz umfasst mit Gotthard Graubner, Imi Knoebel, Blinky Palermo und Reiner Ruthenbeck vier Künstler, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Gestaltungsspielräume von ungegenständlicher Kunst ausloten. Durch ihre Verbindungen zur Düsseldorfer Akademie ist ihr Werk geprägt durch die Freude am Experiment und den Aufbruchgeist, der in den 1960er und 1970er Jahren an dieser renommierten Kunsthochschule herrschte.

Gotthard Graubner (1930-2013), der älteste Künstler in dieser Ausstellung, war der Düsseldorfer Akademie als Student sowie als Professor verbunden. Er wurde bekannt durch ungegenständliche atmosphärische Gemälde auf dichtem Stoffgewebe, die durch lasierenden Auftrag unterschiedlicher Farbschichten eine körperhafte Räumlichkeit entwickelten. „Farbraumkörper“ hat der diese Objekte seit den 1970er-Jahren genannt. Der Begriff ist auch Titel der aktuellen Ausstellung, da er sich auf das Verhältnis zwischen Raum, Form und Farbe bezieht, mit dem sich ebenso die Künstler Knoebel, Palermo und Ruthenbeck in ihrem Werk beschäftigen.
Knoebel (*1940) verbindet die abstrakte Malerei mit industrieller Materialität und Farbigkeit. Durch die serielle Arbeitsweise erprobt er die Möglichkeiten einer minimalistischen Bildsprache. Palermo (1943-1977) verfolgte in der Auseinandersetzung mit Malewitsch einen konzeptuellen Ansatz, den er nicht nur in seinen dreidimensionalen Bildobjekten, sondern auch in der Erweiterung der Malerei in den realen Ausstellungsraum fortsetzte. Der Bildhauer Reiner Ruthenbeck (1937-2016) untersuchte in seinen abstrakten Objekten und Installationen die physikalischen Eigenschaften des Materials und schuf durch die Verwendung von Gegensätzen spannungsreiche Kontraste.
Dass in der Sammlung Goetz eine Vielzahl minimalistischer Positionen vertreten ist, hat bereits 2013 die großangelegte Schau When now is minimal gezeigt. Die Ausstellung FarbKörperRaum stelltin der Gegenüberstellung mit 70 Werken dieser vier älteren Künstlerpersönlichkeiten aus dem Umfeld der Düsseldorfer Kunstakademie einen weiteren Aspekt aus diesem Sammlungsbereich vor.

Kuratiert von Karsten Löckemann und Leo Lencsés

Vorschau

© Imi Knoebel/VG BILD Kunst, Bonn, photo: Thomas Dashuber

Imi Knoebel

Sammlung Goetz

Herbst/Winter 2021

Mit einer retrospektiven Ausstellung ehrt die Sammlung Goetz den Künstler Imi Knoebel zu seinem 80. Geburtstag. Gezeigt wird die gesamte Bandbreite seines künstlerischen Schaffens angefangen von den Schwarzweißfotografien aus den 1960er Jahren, über Collagen aus mehrfarbigem Papier, Objekten aus Betonguss bis hin zu seinen jüngsten Malereien in Acryl auf Aluminium. Die Präsentation umfasst dabei nicht nur seine geometrisch minimalistisch anmutenden Werke, sondern auch bisher wenig gezeigte expressive Malereien aus den 1980er Jahren.

© Barbara Kasten

Barbara Kasten. Works

Sammlung Goetz BASE 103

Herbst/Winter 2021

Die US-amerikanische Künstlerin Barbara Kasten hat von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart ein beeindruckendes künstlerisches Werk geschaffen. Im Zentrum stehen ihre abstrakt-geometrischen Farbfotografien aus den 1980er Jahren, die sich dem Wechselspiel von Licht und Schatten widmen und dabei neue Raumerfahrungen bieten. Die Sammlung Goetz, die über umfangreiche Werkbestände von Barbara Kasten verfügt, hat in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin in Europa konzipiert. Eine Auswahl der umfangreichen Retrospektive wird in den Räumen der Sammlung Goetz in München zu sehen sein.

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