© Fiona Tan/VG BILD-KUNST, Bonn
ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe

fast forward 2. The Power of Motion. Media Art Sammlung Goetz

Die Ausstellung fast forward 2 zeigte im ZKM Karlsruhe eine repräsentative Auswahl der Neuerwerbungen an Video- und Medienkunst der Sammlung Goetz seit dem Jahr 2000 und verstand sich als Fortsetzung der Ausstellung fast forward, die 2003 im ZKM zu sehen war. Die ausgestellten Medienarbeiten setzten sich auf einer inhaltlichen, sozialen, politischen sowie formalästhetischen Ebene mit Bewegung und Dynamik auseinander.

Mit AES+F, Francis Alÿs, Janine Antoni, Matthew Barney, Ulla von Brandenburg, Christoph Brech, Ergin Cavusoglu, Paul Chan, David Claerbout, Nathalie Djurberg, Stan Douglas, Juan Manuel Echavarría, Dominique Gonzalez-Foerster, Rodney Graham, Isaac Julien, Jesper Just, Mike Kelley, Kimsooja, Jochen Kuhn, Oscar Muñoz, Marcel Odenbach, Hans Op de Beeck, Ulrike Ottinger, Mary Reid Kelley, Robin Rhode, Julian Rosefeldt, Aïda Ruilova, Wilhelm Sasnal, Christine Schulz, Laurie Simmons, Frank Stürmer, Fiona Tan, Ryan Trecartin, Yang Fudong und Zhao Liang.

Lag bei der Werkauswahl für fast forward ein Schwerpunkt auf den veränderten Sehgewohnheiten unserer Gesellschaft, so untersuchte The Power of Motion die Macht der Bewegung und Beschleunigung beziehungsweise deren Gegenteil, das Potenzial der Entschleunigung. Unsere Gesellschaft lebt in einer Welt, die sich fast ausschließlich und zunehmend im Fast-forward-Modus fortbewegt. Sie ist durch ein hohes Maß an Mobilität geprägt: globaler Warenhandel, mobile Arbeitsplätze, permanente Vernetzung durch virtuelle Kommunikation. Wirtschaftliche und politische Lebensbedingungen zwingen das Individuum sich in Bewegung zu setzen: zwischen Städten, Ländern und Kontinenten. Zur Präsentation der Werke wurden handelsübliche Frachtcontainer verwendet, um auch in der Ausstellungsarchitektur den Aspekt der Mobilität aufzugreifen. Im Kontext des thematischen Bogens wurden Installationen und Filme von Matthew Barney und Jochen Kuhn präsentiert, die in ihren Werken eine Form von Privatmythen entstehen lassen. Während bei Paul Chan das Narrative im Vordergrund seiner animierten Videos steht, wird die Bewegung in den Arbeiten von Christoph Brech zu einer poetischen Geste. Bei Fiona Tan hingegen ist die Energie der Bewegung nur in der Anspannung zu erahnen.

Im ZKM-Medientheater wurden begleitend folgende Filme gezeigt:

Wilhelm Sasnal, 14. Juli 2010
Ulrike Ottinger, 21. Juli 2010
Jochen Kuhn, 28. Juli 2010

fast forward 2. The Power of Motion Media Art Sammlung Goetz

320 Seiten, 782 Abb., Hardcover
Deutsch/Englisch
2010, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern
ISBN 978-3-7757-2604-7
€ 25,00

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Vorschau

© Felix Gonzalez-Torres

Felix Gonzalez-Torres, "Untitled", 1992

Ein Ausstellungsprojekt der Sammlung Goetz im öffentlichen Raum

Die Schwarz-Weiß-Fotografie "Untitled" (1992) von Felix Gonzalez-Torres, auf der sich geisterhaft der Schatten eines Menschen auf einem Vorhang abzeichnet, gehört zu der Serie der Billboards des Künstlers. Das Konzept des Werkes sieht vor, dass der Eigentümer das Werkmotiv als öffentliches Plakat produziert. Unabhängig davon wie oft es gedruckt wird, handelt es sich immer um ein Unikat. Die Sammlung Goetz präsentiert "Untitled" (1992) im Rahmen von Various Others auf fünf Plakatflächen im öffentlichen Raum und vor dem eigenen Ausstellungsgebäude.

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Au rendez-vous des amis. Klassische Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz

Pinakothek der Moderne

Die Klassische Moderne ist mit ihrer Vielzahl von neuen künstlerischen Stilrichtungen eine Inspirationsquelle für die nachfolgenden Künstlergenerationen. Im frühen 20. Jahrhundert bereitete die Avantgarde den Weg für einen freien Umgang mit Farbe, Linie sowie Perspektive und entwarf Modelle für die Gestaltung einer neuen Gemeinschaft. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler setzen sich aber auch kritisch mit dem Erbe der Moderne auseinander und werfen Fragen zum Umgang mit Körper, Geschlecht und Identität auf.
Diese positiven wie kritischen Impulse zeigt die Neupräsentation von 13 Sälen der Klassischen Moderne, bei der circa 120 Werke in Dialog mit 80 Werken der Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz treten. Dabei wird der Schwerpunkt Malerei medial um Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier sowie teilweise erstmals ausgestellte Bildteppiche erweitert.

© Cyrill Lachauer

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Cyrill Lachauer (geb. 1979 in Rosenheim, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles) entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. Für die Ausstellung der Sammlung Goetz im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst hat er eine neue mehrteilige Installation mit Filmen, Videos, Fotografien und Texten geschaffen.

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