© Paweł Althamer, photo: Thomas Dashuber
Sammlung Goetz

Paweł Althamer

„Wenn ich zu einer Paweł Althamer Ausstellung gehen würde – ich stelle mir das hier vor – und keinen Paweł Althamer dort finde, würde dies den richtigen Prozess in Gang setzen.“ (Paweł Althamer)

Der polnische Künstler Paweł Althamer hat wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation Kunstwerke geschaffen, künstlerische Aktionen ausgeführt und kollektive Prozesse initiiert, die das allgemeine Verständnis über das, was Kunst ist, welche Themen sie anspricht, was sie sein könnte und welche Rolle sie in unserer gesellschaftlichen Realität spielen sollte, erheblich überschreiten. Grundlegend hat er das Modell des individuellen Urhebers für ein Kunstwerk verändert und andere in den kreativen Prozess einbezogen. Die symbolische, bestenfalls auf eine Veränderung der Wahrnehmung abzielende Ästhetik der Kunstobjekte hat er durch konkrete Handlungen und aktives Einmischen in soziale und zwischenmenschliche Beziehungen erweitert. Über die rein formale Präzision und konzeptuelle Klarheit oder den authentischen, expressiven Ausbruch des Kreativen in der Gegenwartskunst hinaus ist es ihm mit seinen Arbeiten gelungen, anstelle ihrer inhaltlichen Indifferenz gegenüber den metaphysischen Fragen unserer Existenz eine tief empfundene Spiritualität zu vermitteln. Die Werke in der Ausstellung vermitteln einen Einblick in dieses in die Zukunft weisende Werk, das sich zwischen klassischen Skulpturen, an denen der Künstler weitgehend alleine arbeitet Self-portrait oder Matejka zu kollektiv realisierten Werken wie Brodno People bewegt und auch soziale Aspekte seiner konkreten Arbeit mit Jugendlichen etwa bei dem Projekt Einstein Class umfasst.

 

Paweł Althamer

128 Seiten, 110 Abb., 16 Seiten Beilage, Softcover
Deutsch/Englisch
2012, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern
ISBN 978-3-7757-3153-9
€ 25,00

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Vorschau

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Au rendez-vous des amis. Klassische Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz

| Pinakothek der Moderne

Die Klassische Moderne ist mit ihrer Vielzahl von neuen künstlerischen Stilrichtungen eine Inspirationsquelle für die nachfolgenden Künstlergenerationen. Im frühen 20. Jahrhundert bereitete die Avantgarde den Weg für einen freien Umgang mit Farbe, Linie sowie Perspektive und entwarf Modelle für die Gestaltung einer neuen Gemeinschaft. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler setzen sich aber auch kritisch mit dem Erbe der Moderne auseinander und werfen Fragen zum Umgang mit Körper, Geschlecht und Identität auf.
Diese positiven wie kritischen Impulse zeigt die Neupräsentation von 13 Sälen der Klassischen Moderne, bei der circa 120 Werke in Dialog mit 80 Werken der Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz treten. Dabei wird der Schwerpunkt Malerei medial um Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier sowie teilweise erstmals ausgestellte Bildteppiche erweitert.

© Cyrill Lachauer

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

| Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Cyrill Lachauer (geb. 1979 in Rosenheim, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles) entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. Für die Ausstellung der Sammlung Goetz im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst hat er eine neue mehrteilige Installation mit Filmen, Videos, Fotografien und Texten geschaffen.

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