© Rodney Graham, photo: Thomas Dashuber
Sammlung Goetz

Rodney Graham

Rodney Grahams Werk besticht durch die Ambivalenz zwischen konzeptueller Strenge und humorvoller Poesie. Souverän verknüpft er darin Kulturgeschichte, Alltagserfahrungen, Wunschträume und populäre Mythen. Die Sammlung Goetz präsentiert den kanadischen Künstler in einer umfangreichen Einzelausstellung.

Die Begegnung mit dem Werk von Rodney Graham ist eine Herausforderung für den Betrachter. Denn in den vermeintlich leichtfüßigen, ästhetisch ansprechenden Arbeiten des kanadischen Künstlers stecken eine Vielzahl von Verweisen zur Literatur, Musik, Kunstgeschichte und Philosophie. Graham zählt zusammen mit Jeff Wall, Stan Douglas, Ian Wallace, Ken Lum u. a. zu den Vertreter*innen der „Vancouver School“, die seit den 1980er-Jahren auch international erfolgreich ist. Die Begegnung mit Konzeptkunst, Minimal Art und Performance sowie die Auseinandersetzung mit der europäisch geprägten Moderne unter Einbeziehung ihrer kanadischen Wurzeln hatten einen großen Einfluss auf die Entwicklung ihres Werks.
Rodney Graham ist erst sehr spät zur bildenden Kunst gekommen und hat sich in seiner Rolle als Künstler ständig hinterfragt. Neben fotografischen Selbstreflexionen erprobte er sich als Song-Writer, Drehbuch-Autor, Filmemacher und Schauspieler. „Es mag eine Last sein, sich immer wieder neu zu erfinden, aber es macht die Dinge interessanter“, erklärte er in einem Interview. Die retrospektive Einzelausstellung in der Sammlung Goetz gibt mit circa 45 Arbeiten von 1977-2012 aus den Bereichen Fotografie, Film, Installation, Skulptur und Malerei einen umfangreichen Einblick in sein Schaffen und zeigt seine Schnittstellen zur Literatur und Musik.

Kuratiert von Karsten Löckemann und Leo Lencsés

Rodney Graham

184 Seiten, 92 Abb., Hardcover
Deutsch/Englisch
2015, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern
ISBN 978-3-7757-4082-1
€ 30,00

mehr erfahren

Vorschau

© Cyrill Lachauer

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Cyrill Lachauer (geb. 1979 in Rosenheim, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles) entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. Für die Ausstellung der Sammlung Goetz im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst hat er eine neue mehrteilige Installation mit Filmen, Videos, Fotografien und Texten geschaffen.

Weitere Ausstellungen

zum Ausstellungsarchiv

Um für Sie unsere Website zu optimieren, nutzen wir Cookies. Mit der weiteren Nutzung stimmen Sie der Verwendung zu. Einverstanden!

mehr erfahren