© Saskia Olde Wolbers
Sammlung Goetz Obergeschoss

Saskia Olde Wolbers

Die ästhetisch außergewöhnlichen Filme der Künstlerin Saskia Olde Wolbers folgen einem vergleichbaren Muster: Eine Stimme aus dem Off erzählt eine Geschichte, die in fiktiv wirkenden und organisch geformten Räumen visualisiert wird, die durch Details an das Gesprochene anknüpfen. Inspiriert wird Olde Wolbers von Nachrichten und Erzählungen aus Zeitungen oder Fernsehen, die über Menschen mit besonderen Lebensgeschichten berichten, die die Künstlerin durch ihre Videos optisch und akustisch erweitert.

Die Kilowatt Dynasty (2000) zugrunde liegende Geschichte findet in der Zukunft statt und behandelt das Phänomen des Inverted-Dream-Syndroms, jener Umkehrung der Bewusstseinsebenen, bei der Schlaf-und Wachzustand durcheinander geraten. Es berichtet das ungeborene Kind von der Liebesgeschichte seiner Eltern, einer TV-Moderatorin und eines Umweltaktivisten. Die Beiden halten sich in einer Fernsehstation auf, die sich ab dem Jahre 2016 auf dem Grund des riesigen Drei-Schluchten-Stausees am Jangtsekiang befindet. In langsamen Kamerabewegungen werden die Betrachtendenan diese überwiegend monochrom gehaltenen surrealen Welten herangeführt, deren Formen beispielsweise an Wasserblasen und Unterwasserpflanzen erinnern. Hier finden die Betrachtenden eine assoziative Übereinstimmung zwischen Wort und Bild. Zudem greifen psychedelische Klänge und Naturgeräusche die biomorphen Formen auf.
Die Sets für ihre Fantasiewelten im Miniaturformat baut die Künstlerin in mitunter jahrelanger Handarbeit. Für die filmische Umsetzung arbeitet sie ohne Drehbuch. Die Sets befinden sich dabei zum Großteil in mit Farbe oder Wasser gefüllten Tanks.

Die Arbeit wurde im Obergeschoss des Ausstellungsgebäudes präsentiert.

Vorschau

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Verschoben - Daten werden bekannt gegeben!

Cyrill Lachauer (geb. 1979 in Rosenheim, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles) entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. Für die Ausstellung der Sammlung Goetz im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst hat er eine neue mehrteilige Installation mit Filmen, Videos, Fotografien und Texten geschaffen.

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