© Thomas Zipp, photo: Roman März
Sammlung Goetz

Thomas Zipp MENS AGITAT MOLEM (Luther & The Family of Pills)

„Die Macht des Guten erschafft zugleich die Macht des Bösen. Dieses Thema beschäftigt Thomas Zipp, aber auch das Durchsetzungsvermögen des Unterbewussten und des Verdrängten und die Janusköpfigkeit aller Dinge, wobei er meist einen dämonischen, negativen Aspekt aufruft.“ (Ingvild Goetz)

Thomas Zipp fasst seine Einzelwerke gerne zu einem Gesamtkunstwerk zusammen, indem er vorgefundene Orte neu gestaltet und somit für spezifische Werke eigene Raumsituationen schafft, die nur in diesem einmaligen Kontext existieren. Diese Arbeitsweise lagauch seinem Konzept für die Ausstellung MENS AGITAT MOLEM (Luther & The Family of Pills) zugrunde. Der Künstler hat sie auf der Grundlage seiner in der Sammlung befindlichen Werke selbst konzipiert. Die Ausstellung zeigteseine charakteristischen Grafiken, Gemälde und Skulpturen, die alle zwischen 2002 und 2008 entstanden, in einem installativen Dialog. Das komplexe Werk Dirty Tree Black Pills (2005), bestehend aus 30 auf einer weitläufigen Plattform ruhenden schwarzen pillen-beziehungsweise bombenförmigen Skulpturen, zwei Papiercollagen, einem großformatigen Gemälde und einem von der Decke herabhängenden Neonleuchter, bildete gleichsam das Epizentrum der Ausstellung.
Zipps Werke sind geprägt von vielschichtigen Überlegungen zu kunstgeschichtlichen, wissenschaftlichen und politischen Themen, die er mit oft spielerischem Humor umsetzt. Seine Werke erschließen sich nicht allein analytisch, sondern immer auch assoziativ, wobei von dem Unausgesprochenen naturgemäß ein starker Reiz ausgeht. Zipp beschäftigt sich mit verschiedensten Zuständen des menschlichen Geistes beziehungsweise Bewusstseins und macht diese zum stetig mitschwingenden Thema seiner Werke. Dabei spielt das surrealistische Moment eine zentrale Rolle.

Thomas Zipp

152 Seiten, 82 Abb., Hardcover
Deutsch/Englisch
2009, Kunstverlag Ingvild Goetz GmbH, Hamburg
ISBN 978-3-939894-12-4
€ 25,00

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Vorschau

© Imi Knoebel/VG BILD Kunst, Bonn, photo: Thomas Dashuber

Imi Knoebel

Sammlung Goetz

Herbst/Winter 2021

Mit einer retrospektiven Ausstellung ehrt die Sammlung Goetz den Künstler Imi Knoebel zu seinem 80. Geburtstag. Gezeigt wird die gesamte Bandbreite seines künstlerischen Schaffens angefangen von den Schwarzweißfotografien aus den 1960er Jahren, über Collagen aus mehrfarbigem Papier, Objekten aus Betonguss bis hin zu seinen jüngsten Malereien in Acryl auf Aluminium. Die Präsentation umfasst dabei nicht nur seine geometrisch minimalistisch anmutenden Werke, sondern auch bisher wenig gezeigte expressive Malereien aus den 1980er Jahren.

© Barbara Kasten

Barbara Kasten. Works

Sammlung Goetz BASE 103

Herbst/Winter 2021

Die US-amerikanische Künstlerin Barbara Kasten hat von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart ein beeindruckendes künstlerisches Werk geschaffen. Im Zentrum stehen ihre abstrakt-geometrischen Farbfotografien aus den 1980er Jahren, die sich dem Wechselspiel von Licht und Schatten widmen und dabei neue Raumerfahrungen bieten. Die Sammlung Goetz, die über umfangreiche Werkbestände von Barbara Kasten verfügt, hat in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin in Europa konzipiert. Eine Auswahl der umfangreichen Retrospektive wird in den Räumen der Sammlung Goetz in München zu sehen sein.

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