© Ulrike Ottinger, photo: Thomas Dashuber
Sammlung Goetz BASE 103

Ulrike Ottinger

„Die Groteske lässt uns die Schwere des Alltags bewältigen.“ (Ulrike Ottinger)

Parallel zur Paweł-Althamer-Ausstellung zeigt die Sammlung Goetz die neuerworbene Installation Floating Food, 2011, der Filmemacherin und Fotografin Ulrike Ottinger. Im Zentrum der Arbeit stehen sieben Videos – Collagen der Filme Ottingers, in der sie ihre Reisen in ferne Länder und ihre Beobachtungen verschiedener kultureller Phänomene audiovisuell zusammenfasst und die sie mit nicht-dokumentarischem Filmmaterial ergänzt. In diesem Sinne ist Floating Food exemplarisch für das Oeuvre der Künstlerin: In ihrem Werk gibt es selten eine klare Trennung zwischen dem Dokumentarischen und dem Fiktionalen. Viele Arbeiten leben gerade durch den Dialog zwischen diesen beiden Polen.
Die Installation richtet den Blick auf zwei grundlegende Bedürfnisse des Menschen: Nahrung und Wasser. Die Sicht der Künstlerin auf für westliche Betrachter oft exotisch wirkende kulturelle Phänomene und Rituale führen an abgelegene Orte, die Schönheit und Härte menschlichen Lebens widerspiegeln. Ottingers oft märchenhafte und ethnografische Porträts von Landstrichen und Gesellschaften unterscheiden nur unmerklich zwischen Wirklichkeit und Inszenierung.
Die Installation im BASE103 wird ergänzt durch 3 weitere Räume mit Fotoarbeiten von Ulrike Ottinger aus verschiedenen Schaffensphasen.

 

Ulrike Ottinger

176 Seiten, 172 Abb., Hardcover
Deutsch/Englisch
2012, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern
ISBN 978-3-7757-3462-2
€ 25,00

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Vorschau

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Au rendez-vous des amis. Klassische Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz

| Pinakothek der Moderne

Die Klassische Moderne ist mit ihrer Vielzahl von neuen künstlerischen Stilrichtungen eine Inspirationsquelle für die nachfolgenden Künstlergenerationen. Im frühen 20. Jahrhundert bereitete die Avantgarde den Weg für einen freien Umgang mit Farbe, Linie sowie Perspektive und entwarf Modelle für die Gestaltung einer neuen Gemeinschaft. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler setzen sich aber auch kritisch mit dem Erbe der Moderne auseinander und werfen Fragen zum Umgang mit Körper, Geschlecht und Identität auf.
Diese positiven wie kritischen Impulse zeigt die Neupräsentation von 13 Sälen der Klassischen Moderne, bei der circa 120 Werke in Dialog mit 80 Werken der Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz treten. Dabei wird der Schwerpunkt Malerei medial um Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier sowie teilweise erstmals ausgestellte Bildteppiche erweitert.

© Cyrill Lachauer

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

| Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Cyrill Lachauer (geb. 1979 in Rosenheim, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles) entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. Für die Ausstellung der Sammlung Goetz im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst hat er eine neue mehrteilige Installation mit Filmen, Videos, Fotografien und Texten geschaffen.

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