Auf diesem Filmstill ist eine junge Frau vor einem silbrig glitzernden Vorhang zu sehen, die singend ein Mikrofon in der Hand hält. Sie trägt ein weißes, tief ausgeschnittenes und ärmelloses Kleid, das am Saum mit Federn besetzt ist.
Sammlung Goetz BASE 103

Emmanuelle Antille

Emmanuelle Antille verführt die Betrachter*innen mit ihren suggestiven Videoinstallationen. Die Sammlung Goetz eröffnet mit der Präsentation von zwei zentralen Arbeiten der Schweizer Künstlerin ihre neuen erweiterten Ausstellungsräume BASE 103.

Traumwandlerisch erscheinen die Wege, auf denen uns Emmanuelle Antille zu mythisch aufgeladenen Orten führt. Sie werden zum Schauplatz von außergewöhnlichen menschlichen Zuständen und Grenzsituationen. In der Rolle eines Voyeurs fühlen sich die Betrachter*innenin ihrer fünfteiligen Videoinstallation Radiant Spirits (2000). Antille nimmt sie mit auf eine Entdeckungsreise in ein altes Grandhotel. Bequem auf einer Chaiselongue dahingestreckt und mit einer Videobrille auf der Nase werden sie Zeugen von erotischen und rätselhaften Begebenheiten.
Die Videoinstallation Angels Camp – Into the Purple Circle (2003) ist mit vier freihängenden Leinwänden und einem Leuchtkasten ein unabhängiger Bestandteil der Werkgruppe Angels Camp. Nach einer Romanvorlage beschreibt sie darin das Leben einer Gruppe junger Leute in einem Camp am See. In ihrer Gesamtheit war die Installation erstmals 2003 im Schweizer Pavillon in Venedig zu sehen.
Mit der Eröffnung von BASE 103 setzt Ingvild Goetz einen neuen Schwerpunkt ihrer Ausstellungstätigkeit im Medienbereich.

Vorschau

Cyrill Lachauer. The Sunset Route

| Kunstpalais Erlangen

feat. Mike Brodie, Mouse Green, Rhyw, Mia Justice Smith, Moritz Stumm

In der Ausstellung The Sunset Route im Kunstpalais Erlangen, die in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz entstanden ist, zeigt Cyrill Lachauer Arbeiten aus den Jahren 2020 bis 2025, in denen er auf Güterzügen durch die USA sowie durch Mexiko und Bosnien reiste. Im Sinne einer poetischen Ethnographie entstanden dabei Fotografien und Filme, die nun zum ersten Mal zusammen gezeigt werden. Sie alle kreisen um Fragen nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Widerständigkeit, wie auch um Kolonisation, Ausgrenzung und Ausbeutung.

 

Laurie Simmons. Dollhouse Photographs

| Deutsches Theatermuseum

Die US-amerikanische Künstlerin Laurie Simmons ist bekannt für ihre inszenierten Fotografien, auf denen sie Puppen in stereotypen weiblichen Rollenbildern in häuslichen Interieurs präsentiert. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Sammlung Goetz, dem Theatermuseum sowie dem Filmfest München und zeigt eine Auswahl ihrer Werke, die gesellschaftliche Rollenbilder der amerikanischen Mittelklasse kritisch reflektieren.

Sterling Ruby

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der in Los Angeles lebende US-amerikanische Künstler Sterling Ruby ist für sein gattungsübergreifendes Werk bekannt, das von Skulpturen, Keramiken und Bronzen über Collagen und Textilarbeiten bis hin zu riesigen Gemälden mit Sprühfarbe reicht. In seinen Werken verwebt er eine Vielzahl unterschiedlicher autobiografischer, kunsthistorischer und soziologischer Quellen. Durch Dekonstruktion und Neukonstruktion arbeitet er an der Idee eines nicht-hierarchischen und grenzlosen Universums. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster gibt mit einer Auswahl seiner Werke aus der Zeit von 2008-2016, einen Einblick in sein vielschichtiges künstlerisches Schaffen.

Jeff Wall

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der kanadische Künstler Jeff Wall gehört zu den einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. In seinen aufwändig inszenierten Bildkompositionen verbindet er das Narrativ des Kinos mit der Malerei. Bekannt wurde er durch seine großformatigen Leuchtkastenbilder, die formal eher an die Welt der Werbung als an die der bildenden Kunst erinnern. Mit dieser Technik revolutionierte er das Medium Fotografie und verschaffte ihm einen gleichberechtigten Platz neben Malerei und Skulptur. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster präsentiert eine Auswahl seiner ikonischen Leuchtkastenbilder aus den 1990er Jahren.

Weitere Ausstellungen

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