Diese Aufnahme zeigt ein Portrait des Harry Houdini-Charakters aus dem Cremaster-Zyklus des Künstlers Matthew Barney. Er trägt einen Smoking mit weißer Fliege und sieht im Dreiviertelprofil direkt in die Kamera.
Filmmuseum München

Matthew Barney. CREMASTER 2

Im Jahre 1999 wurde CREMASTER 2, Matthew Barneys dritter Film des nicht chronologisch produzierten monumentalen, fünfteiligen CREMASTER-Zyklus fertiggestellt, in Minneapolis uraufgeführt und wenig später von der Sammlung Goetz erworben. Das Filmmuseum präsentiert diese Neuerwerbung in einer Kooperationsveranstaltung mit der Sammlung Goetz.

CREMASTER 2, 1999, 79‘

Der Film CREMASTER 2 erzählt die Lebensgeschichte des in den 1970er Jahren in Utah hingerichteten Mörders Gary Gilmore. Er hatte in Orem einen mormonischen Tankstellenbesitzer getötet. Gilmores Kindheit war geprägt von Missbrauch und Gewalt. Nach seiner Verhaftung lehnte er jede Verteidigung ab und forderte über seine Anwälte die Todesstrafe. Barney, der die Geschichte mythologisch auflädt und in die Columbia Icefields in Kanada und die Bonneville Salt Flats in Utah verlagert, inszeniert die Hinrichtung des verurteilten Mörders als ein Rodeo.

Einführung: Rainald Schumacher

Vorschau

Cyrill Lachauer. The Sunset Route

| Kunstpalais Erlangen

feat. Mike Brodie, Mouse Green, Rhyw, Mia Justice Smith, Moritz Stumm

In der Ausstellung The Sunset Route im Kunstpalais Erlangen, die in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz entstanden ist, zeigt Cyrill Lachauer Arbeiten aus den Jahren 2020 bis 2025, in denen er auf Güterzügen durch die USA sowie durch Mexiko und Bosnien reiste. Im Sinne einer poetischen Ethnographie entstanden dabei Fotografien und Filme, die nun zum ersten Mal zusammen gezeigt werden. Sie alle kreisen um Fragen nach Freiheit, Selbstbestimmtheit und Widerständigkeit, wie auch um Kolonisation, Ausgrenzung und Ausbeutung.

 

Laurie Simmons. Dollhouse Photographs

| Deutsches Theatermuseum

Die US-amerikanische Künstlerin Laurie Simmons ist bekannt für ihre inszenierten Fotografien, auf denen sie Puppen in stereotypen weiblichen Rollenbildern in häuslichen Interieurs präsentiert. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Sammlung Goetz, dem Theatermuseum sowie dem Filmfest München und zeigt eine Auswahl ihrer Werke, die gesellschaftliche Rollenbilder der amerikanischen Mittelklasse kritisch reflektieren.

Sterling Ruby

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der in Los Angeles lebende US-amerikanische Künstler Sterling Ruby ist für sein gattungsübergreifendes Werk bekannt, das von Keramiken und Bronze über Collagen und Textilarbeiten bis hin zu riesigen Gemälden mit Sprühfarbe reicht. In seinen Werken verwebt er eine Vielzahl unterschiedlicher autobiografischer, kunsthistorischer und soziologischer Quellen. Durch Dekonstruktion und Neukonstruktion arbeitet er an der Idee eines nicht-hierarchischen und grenzlosen Universums. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster gibt einen Einblick in sein vielschichtiges künstlerisches Schaffen.

Jeff Wall

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der kanadische Künstler Jeff Wall gehört zu den einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. In seinen aufwändig inszenierten Bildkompositionen verbindet er das Narrativ des Kinos mit der Malerei. Bekannt wurde er durch seine großformatigen Leuchtkastenbilder, die formal eher an die Welt der Werbung als an die der bildenden Kunst erinnern. Mit dieser Technik revolutionierte er das Medium Fotografie und verschaffte ihm einen gleichberechtigten Platz neben Malerei und Skulptur. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster präsentiert eine Auswahl seiner ikonischen Leuchtkastenbilder aus den 1990er Jahren.

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