© Rosemarie Trockel/VG BILD-KUNST, Bonn, photo: Wilfried Petzi
Sammlung Goetz

Rosemarie Trockel

„Kunst, die Bildende Kunst, ist genauso eine Frage der Ästhetik wie sie eine Frage der Freiheit ist. Rosemarie Trockels Arbeit ist vor allem ein intensives Plädoyer für diese Freiheit.“ (Ingvild Goetz)

Bekannt wurde Rosemarie Trockel durch ihre Herdplatten- und Strickbilder. Durch die Wahl des Materials knüpft sie bewusst an die traditionelle Rolle der Frau im heimischen Umfeld an. Trockel strickt die Bilder nicht selbst, sondern lässt sie nach ihren Entwürfen von einem Strickcomputer fertigen. Oft werden politische Symbole, Markenartikel und Zeichen miteingewebt. Damit wirft sie Fragen zur gesellschaftspolitischen Stellung von Kunst und der Rolle der Künstlerin auf.

Das umfangreiche und vielschichtige Oeuvre von Rosemarie Trockel, zu dem neben Objekten, Bildern, Installationen und Videos auch ein großes zeichnerisches Werk gehört, bildet einen Schwerpunkt in der Sammlung Goetz. In der Einzelausstellung werden mehr als 80 Arbeiten aus den vergangenen 25 Jahren gezeigt. Die Präsentation und Auswahl der Werke entstand in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin.

Die jüngste und gerade zur Ausstellung fertiggestellte Arbeit ist der Videofilm Manus Spleen IV (2002). Er gehört zu einem Zyklus von Kurzvideoprojektionen, in denen eine junge Frau mit dem Namen Manu im Zentrum steht. In Manus Spleen IV schlüpft sie in die Rolle der Mutter Courage. Als Nebendarstellerin tritt auch ein Double von Brigitte Bardot in Erscheinung. Mit der Schauspielerin und Stilikone der 1960er Jahre hat sich Trockel in verschiedenen Werken auseinandergesetzt. Die Sammlung Goetz zeigt aus diesem Werkkomplex eine Vitrinen-Arbeit Ohne Titel (1993), das Video Fan 1-6 (2000) und eine Reihe von Zeichnungen.

Rosemarie Trockel

136 Seiten, 136 Abb., Hardcover
Deutsch/Englisch
2002, Kunstverlag Ingvild Goetz GmbH, Hamburg
ISBN 3-9808063-0-8
€ 20,00

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Vorschau

© Imi Knoebel/VG BILD Kunst, Bonn, photo: Thomas Dashuber

Imi Knoebel

Sammlung Goetz

Herbst/Winter 2021

Mit einer retrospektiven Ausstellung ehrt die Sammlung Goetz den Künstler Imi Knoebel zu seinem 80. Geburtstag. Gezeigt wird die gesamte Bandbreite seines künstlerischen Schaffens angefangen von den Schwarzweißfotografien aus den 1960er Jahren, über Collagen aus mehrfarbigem Papier, Objekten aus Betonguss bis hin zu seinen jüngsten Malereien in Acryl auf Aluminium. Die Präsentation umfasst dabei nicht nur seine geometrisch minimalistisch anmutenden Werke, sondern auch bisher wenig gezeigte expressive Malereien aus den 1980er Jahren.

© Barbara Kasten

Barbara Kasten. Works

Sammlung Goetz BASE 103

Herbst/Winter 2021

Die US-amerikanische Künstlerin Barbara Kasten hat von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart ein beeindruckendes künstlerisches Werk geschaffen. Im Zentrum stehen ihre abstrakt-geometrischen Farbfotografien aus den 1980er Jahren, die sich dem Wechselspiel von Licht und Schatten widmen und dabei neue Raumerfahrungen bieten. Die Sammlung Goetz, die über umfangreiche Werkbestände von Barbara Kasten verfügt, hat in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin in Europa konzipiert. Eine Auswahl der umfangreichen Retrospektive wird in den Räumen der Sammlung Goetz in München zu sehen sein.

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