© Ryan Trecartin/Lizzie Fitch, photo: Julian Baumann
Kammerspiele München, Probebühne

Ryan Trecartin. Premise Place (edit 1)

Der in Los Angeles lebende Ryan Trecartin gehört zu einer neuen Künstler*innengeneration, die mit dem Internet aufgewachsen ist. In seinen Videofilmen spiegelt er die beschleunigte Gegenwart im Zeitalter allgegenwärtiger Medien. Die Kammerspiele München präsentiert in Kooperation mit der Sammlung Goetz seine große Multimedia-Installation The Premise Place (edit 1) von 2009 erstmals in Europa.

Mit superschnellen Schnitten, beschleunigtem Ton, wechselnden Charakteren und Sets fordert Ryan Trecartin den Betrachter heraus. Die dauerplappernden, schrill geschminkten Schauspieler*innen erinnern an die Selbstdarsteller*innen auf Youtube und in billigen Castingshows im Fernsehen. Obwohl die Filme wie improvisierte Amateur*innenvideos im Internet erscheinen, hat Trecartin für alle ein Drehbuch geschrieben. An den Kammerspielen wagt sich nun Felix Rothenhäusler erstmals daran, eines dieser Drehbücher in einem Theaterstück zu inszenieren. The Re’Search, so der Titel, ist ein komplexes Sprachkunstwerk, das die Grenzen von Geschlecht, Klasse und Rasse sprengt. Die Textcollage von Ryan Trecartin erscheint parallel dazu als Publikation in einer zweisprachigen Ausgabe im Mervé-Verlag.
Im Zusammenhang mit diesem Experiment präsentiert die Sammlung Goetz auf der Probebühne der Kammer 3 die 7-Kanal-Multimedia-Installation The Premise Place (edit 1), von 2009, zu der auch der der Film The Re‘Search gehört. Die Installation wirkt wie eine begehbare Kulisse, in die Trecartin die sieben Filme auf Flat Screens und die Requisiten aus seinen Filmen als skulpturale Elemente integriert.

Kuartiert von Leo Lencsés

Vorschau

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Au rendez-vous des amis. Klassische Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz

| Pinakothek der Moderne

Die Klassische Moderne ist mit ihrer Vielzahl von neuen künstlerischen Stilrichtungen eine Inspirationsquelle für die nachfolgenden Künstlergenerationen. Im frühen 20. Jahrhundert bereitete die Avantgarde den Weg für einen freien Umgang mit Farbe, Linie sowie Perspektive und entwarf Modelle für die Gestaltung einer neuen Gemeinschaft. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler setzen sich aber auch kritisch mit dem Erbe der Moderne auseinander und werfen Fragen zum Umgang mit Körper, Geschlecht und Identität auf.
Diese positiven wie kritischen Impulse zeigt die Neupräsentation von 13 Sälen der Klassischen Moderne, bei der circa 120 Werke in Dialog mit 80 Werken der Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz treten. Dabei wird der Schwerpunkt Malerei medial um Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier sowie teilweise erstmals ausgestellte Bildteppiche erweitert.

© Cyrill Lachauer

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

| Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Cyrill Lachauer (geb. 1979 in Rosenheim, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles) entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. Für die Ausstellung der Sammlung Goetz im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst hat er eine neue mehrteilige Installation mit Filmen, Videos, Fotografien und Texten geschaffen.

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