Abstrakte, minimalistische Malerei bestehend aus einem schwarzen Gitter, die der Malerei Räumlichkeit verschafft. Die darin befindlichen Vierecke sind in den Farben Rot, Weiß, Dunkel- und hellblau sowie Orange gehalten. Sarah Morris, Sammlung Goetz München
Haus der Kunst, München

Zufallsmuster. Malerei aus der Sammlung Goetz

In der langjährigen Partnerschaft der Sammlung Goetz mit dem Haus der Kunst stand bisher die Medienkunst im Vordergrund. Die Ausstellung Zufallsmuster zeigt nun erstmals mit mehr als 50 Werken einen repräsentativen Querschnitt der Malerei aus dem Sammlungsbestand.

Mit Tomma Abts, Michael Buthe, Walter Dahn, Ellen Gallagher, Wade Guyton/Kelley Walker, Andy Hope 1930 (Andreas Hofer), Neil Jenney, Mike Kelley, Toba Khedoori, Udomsak Krisanamis, Lucy McKenzie, Sarah Morris, Chris Ofili, Paulina Olowska, David Reed, Wilhelm Sasnal, Tal R und Luc Tuymans.

Die Malerei gehört zu den traditionellen Gattungen in der Bildenden Kunst. Wie kaum ein anderes Medium spiegelt das gemalte Bild die sich wandelnde Auseinandersetzung mit künstlerischen Fragestellungen. Auch in der Sammlung Goetz spielt die Malerei mit fast 1000 Werken eine zentrale Rolle, ohne explizit zum Sammlungsgegenstand zu werden. Denn Ingvild Goetz sammelt zeitgenössische Kunst gattungsübergreifend in größeren Zusammenhängen. Die Ausstellung im Haus der Kunst präsentiert mit der Fokussierung auf ein Medium somit eher einen Querschnitt aus der Sammlung Goetz. Sie versammelt mehr als 50 Werke aus den späten 1960er Jahren bis hin zur Gegenwart von drei Künstler*innengenerationen. Obwohl sich Ingvild Goetz bei ihren Erwerbungen von persönlichen Vorlieben und Interessen leiten lässt, ergibt die Sammlung dennoch ein stringentes Bild. Zufallsmuster hat der Kurator Ullrich Wilmes die Ausstellung deshalb genannt. Zu dem Titel wurde er durch die künstlerische Position von Sarah Morris inspiriert, deren streng geometrische Gemälde sowohl als Architektur als auch als Muster wahrgenommen werden können.

Kuratiert von Ulrich Wilmes

Vorschau

Ilinca Fechete. Memory magnified by memory of course

| AkademieGalerie

„Ich stelle mir eine Situation vor, in der mehrere Menschen zusammenstehen und ich eine von ihnen bin. Nacheinander wird jeweils eine Person verdeckt einem elektrischen Reiz ausgesetzt. Da die technische Verbindung für niemanden erkennbar ist, bleibt mir nur, die Gesichtsausdrücke und Reaktionen der anderen zu beobachten, um die betroffene Person zu erkennen“, erklärt die Künstlerin Ilinca Fechete. Ihre neue Arbeit, die durch den Medienkunstpreis 2026 der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz und der Akademie der Bildenden Künste München ermöglicht wurde, ist ein Ultraschall-Soundsystem und ein visuelles Programm für einen Film.

Jeff Wall

| Sammlung Goetz /Schaufenster

Der kanadische Künstler Jeff Wall gehört zu den einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. In seinen aufwändig inszenierten Bildkompositionen verbindet er das Narrativ des Kinos mit der Malerei. Bekannt wurde er durch seine großformatigen Leuchtkastenbilder, die formal eher an die Welt der Werbung als an die der bildenden Kunst erinnern. Mit dieser Technik revolutionierte er das Medium Fotografie und verschaffte ihm einen gleichberechtigten Platz neben Malerei und Skulptur. Die Ausstellung im Sammlung Goetz /Schaufenster präsentiert eine Auswahl seiner ikonischen Leuchtkastenbilder aus den 1990er Jahren.

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