© Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Pinakothek der Moderne

Au rendez-vous des amis. Klassische Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz

Die Klassische Moderne ist mit ihrer Vielzahl von neuen künstlerischen Stilrichtungen eine Inspirationsquelle für die nachfolgenden Künstlergenerationen. Im frühen 20. Jahrhundert bereitete die Avantgarde den Weg für einen freien Umgang mit Farbe, Linie sowie Perspektive und entwarf Modelle für die Gestaltung einer neuen Gemeinschaft. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler setzen sich aber auch kritisch mit dem Erbe der Moderne auseinander und werfen Fragen zum Umgang mit Körper, Geschlecht und Identität auf.
Diese positiven wie kritischen Impulse zeigt die Neupräsentation von 13 Sälen der Klassischen Moderne, bei der circa 120 Werke in Dialog mit 80 Werken der Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz treten. Dabei wird der Schwerpunkt Malerei medial um Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier sowie teilweise erstmals ausgestellte Bildteppiche erweitert.

Mit Tomma Abts, Josef Albers, Pawel Althamer, Alexander Archipenko, Hans Arp, Francis Bacon, Mária Bartuszová, Willy Baumeister, Max Beckmann, Rudolf Belling, Huma Bhabha, Louise Bourgeois, Georges Braque, Giorgio de Chirico, Lovis Corinth, Aaron Curry, Salvador Dalí, Walter Dexel, Otto Dix, César Domela, Stan Douglas, Raymond Duchamp-Villon, Max Ernst, Peter Fischli und David Weiss, Otto Freundlich, Günter Fruhtrunk, Rodney Graham, George Grosz, Carl Grossberg, Hans Hartung, Erich Heckel, Karl Hubbuch, Wassily Kandinsky, Alexander Kanoldt, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Helmut Kolle, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lachnit, Jonathan Lasker, Wilhelm Lehmbruck, Sherrie Levine, August Macke, René Magritte, Franz Marc, Henri Matisse, Takesada Matsutani, Joan Miró, Paula Modersohn-Becker, Henry Moore, Johannes Molzahn, Lászlo Moholy-Nagy, Otto Mueller, Emil Nolde, Paulina Olowska, Max Pechstein, Manfred Pernice, Pablo Picasso, Tobias Pils, Tal R, Anton Räderscheidt, Wilhelm Sasnal, Karl Schmidt-Rottluff, Franz Radziwill, Blinky Palermo, Albert Renger-Patzsch, Gerwald Rockenschaub, Christian Rohlfs, Christian Rosa, Christian Schad, Josef Scharl, Oskar Schlemmer, Thomas Schütte, Johanna Schütz-Wolff, George Segal, Katja Strunz, Sam Taylor-Johnson, Gert und Uwe Tobias, Rosemarie Trockel, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Gilian Wearing, Theodor und Woty Werner, Fritz Winter, A. O. Wols, Thomas Zipp und Andrea Zittel

Künstlerinnen wie Louise Bourgeois und Huma Bhabha lassen sich, wie schon die Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner oder Erich Heckel, von ozeanischer und afrikanischer Plastik inspirieren, richten aber aus einer weiblichen Perspektive ihren Blick auf den Körper. Picassos kubistische Formensprache wiederum bleibt für bildnerische Möglichkeiten in der Gegenwartskunst eine stete Anregung, wie die Skulpturen und Gemälde von Aaron Curry und Tobias Pils zeigen. Maler der Neuen Sachlichkeit wie Karl Hubbuch oder George Grosz stellen die „Neue Frau“ der 1920er Jahre dar, an deren selbstbewusstes Spiel mit weiblichen Rollenerwartungen Sarah Lucas in ihren provokativen fotografischen Selbstporträts anknüpft. Zwei der Abstraktion gewidmete Räume führen vor Augen, wie lebensreformerische Utopien und konstruktivistische Ideen des Bauhauses, die durch Oskar Schlemmer, Lásló Moholy-Nagy oder Josef Albers repräsentiert werden, bei Künstlerinnen und Künstlern wie Andrea Zittel, Rosemarie Trockel, Gerwald Rockenschaub oder Katja Strunz bis heute fortwirken.

Kuratiert von Oliver Kase und Karsten Löckemann

Mit freundlicher Unterstützung von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. sowie der Herbert-Schuchardt-Stiftung, München und der Kunststiftung Ingvild und Stephan Goetz.

Medienpartner

Aktuelle Ausstellungen

© Bjørn Melhus/VG BILD-KUNST, Bonn

Brainwashed

| Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Brainwashed widmet sich dem popkulturellen Phänomen des Mainstreams, das seinen Höhepunkt in den frühen 2000er-Jahren erreichte. Kennzeichnend für diesen Mainstream waren Medienformate wie Reality-TV, Hollywood-Filmproduktionen mit dem Anspruch ein globales Ereignis zu sein, eine von Selbstoptimierung beherrschte Werbebranche sowie ein mit zahlreichen Musikvideos international forcierter Starkult.

Weitere Ausstellungen

zum Ausstellungsarchiv

Um für Sie unsere Website zu optimieren, nutzen wir Cookies. Mit der weiteren Nutzung stimmen Sie der Verwendung zu. Einverstanden!

mehr erfahren