© Wade Guyton/Kelley Walker, photo: Wilfried Petzi
Sammlung Goetz

Imagination Becomes Reality. Part IV: Borrowed Images

„In einer Zeit, die von allgegenwärtigen Computer-und anderen Anwendungstechniken beherrscht wird, wäre es verwunderlich, wenn sich die junge Künstlergeneration dieser Mittel nicht bedienen würde. Verblüffend ist jedoch, dass Künstler*innen es vermögen, aus den häufig extrem vernetzten Bestandteilen etwas völlig Neues zu schaffen. Die Ergebnisse dieser Herangehensweise thematisiert der vierte Teil des Ausstellungszyklus Imagination Becomes Reality unter dem Titel Borrowed Images.“ (Ingvild Goetz)

Mit André Butzer, Olaf Breuning, Barnaby Furnas, Wade Guyton/Kelley Walker, Thomas Helbig, Mark Leckey, Ivan Morley, Markus Selg und Thaddeus Strode.

'Borrowed Images' vereinte Künstler, die in ihrer Arbeitsweise den Zugriff auf vorliegendes Bildmaterial nutzen, das einem allgemein zugänglichen Bilderpool entstammt – aus den Printmedien, dem Fernsehen und dem Internet, aus dem Alltag der Medien und Konsumwelt, der Kunst und Historie. Es geht in ihren Arbeiten jedoch nicht darum, sich das Ausgangsmaterial einfach anzueignen oder es in wiedererkennbarer Form zu zitieren. Vielmehr erschaffen alle Künstler ihre eigenen, individuellen, neuen Bildwelten. 'Borrowed Images' bezogsich nicht auf ‚geborgte Bilder‘, wie man sie aus der Pop Art oder Appropriation Art kennt, sondern darauf, wie aus ‚entlehnten‘ Bildern und der eigenen Fantasie – auch unter dem Vorzeichen des Haupttitels 'Imagination Becomes Reality' – etwas Neues entsteht. Stilistisch unterscheiden sich die Bilder, Skulpturen und Videos in dieser Ausstellung genauso wie in ihren Herstellungsweisen. Diese decken ein Spektrum inklusive möglicher Zwischenstadien von klassischen Zeichnungen und Übermalungen mit Öl-, Acryl-oder Aquarellfarben bis hin zu Siebdrucken und Tintenstrahl-Ausdrucken ab. Die Videos entstehen technisch gesehen zum einen auf traditionelle Weise oder greifen sowohl auf vorgefundenes Bildmaterial als auch Computeranimationen zurück, die zu Videocollagen zusammengesetzt werden. Der vierte Teil des Ausstellungszyklus 'Imagination Becomes Reality' verstärkte einerseits den Eindruck, dass trotz der heutigen Gleichberechtigung aller künstlerischen Medien und malerischer Strategien gegenüber der Skulptur, der Fotografie als auch dem Video die Malerei immer noch eine herausragende Rolle einnimmt. Andererseits hat auch sie undogmatisch ihre klassischen Grenzen längst überschritten, sodass nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch sehr spannende, ungewöhnliche neue Bildvisionen entstehen können.

Imagination Becomes Reality
Part IV. Borrowed Images

232 pages, 90 ill., hardcover
German/English
2006, Kunstverlag Ingvild Goetz GmbH, Hamburg
ISBN 3-9808063-8-3
€ 15,00

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Imagination Becomes Reality
(Sonderedition im Schuber)

Anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im ZKM | Museum für Neue Kunst in Karlsruhe ist eine limitierte Vorzugsausgabe im Schuber erschienen. Sie umfasst alle fünf Ausstellungskataloge des Zyklus Imagination Becomes Reality, wie sie in den Münchner Räumen der Sammlung Goetz gezeigt wurde, den sechsten Katalog zur Karlsruher Gesamtschau und eine eigens für diese Edition produzierte und signierte Grafik.

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Künstlereditionen

André Butzer

Ohne Titel
2006
Holzschnitt
23,5 x 16,5 cm
Limitierte Auflage von 77

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Thomas Helbig

Wilder
2006
Lithografie/Radierung
23,5 x 16,5 cm
Limitierte Auflage von 77

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Markus Selg

Die Expedition
2006
Digitaldruck
23,5 x 16,5 cm
Limitierte Auflage von 77

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Tal R

Inn
2006
Radierung
23,5 x 16,5 cm
Limitierte Auflage von 77

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Veron Urdarianu

Die Rückkehr des Verlangens
2006
Lithografie
23,5 x 16,5 cm
Limitierte Auflage von 77

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Vorschau

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Au rendez-vous des amis. Klassische Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz

| Pinakothek der Moderne

Die Klassische Moderne ist mit ihrer Vielzahl von neuen künstlerischen Stilrichtungen eine Inspirationsquelle für die nachfolgenden Künstlergenerationen. Im frühen 20. Jahrhundert bereitete die Avantgarde den Weg für einen freien Umgang mit Farbe, Linie sowie Perspektive und entwarf Modelle für die Gestaltung einer neuen Gemeinschaft. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler setzen sich aber auch kritisch mit dem Erbe der Moderne auseinander und werfen Fragen zum Umgang mit Körper, Geschlecht und Identität auf.
Diese positiven wie kritischen Impulse zeigt die Neupräsentation von 13 Sälen der Klassischen Moderne, bei der circa 120 Werke in Dialog mit 80 Werken der Gegenwartskunst aus der Sammlung Goetz treten. Dabei wird der Schwerpunkt Malerei medial um Fotografie, Skulptur, Arbeiten auf Papier sowie teilweise erstmals ausgestellte Bildteppiche erweitert.

© Cyrill Lachauer

Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

| Sammlung Goetz im Haus der Kunst

Cyrill Lachauer (geb. 1979 in Rosenheim, lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles) entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. Für die Ausstellung der Sammlung Goetz im ehemaligen Luftschutzkeller des Haus der Kunst hat er eine neue mehrteilige Installation mit Filmen, Videos, Fotografien und Texten geschaffen.

Weitere Ausstellungen

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